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Reiten lernen – in Theorie und Praxis

Da ich meine bisherige Urlaubswoche weitgehend damit verbracht habe mich über dumme Menschen zu ärgern und nachdem mein Plan heute ein paar nette Reitbilder zu machen daran scheiterte, dass ich mal wieder keine Speicherkarte in meine Kamera getan habe, hab ich mir gedacht, ich mach stattdessen mal was Schönes Eremit-mäßiges ganz ohne Menschen. Ich sortiere meine Lieblings-Pferdebücher und Reit-DVDs aus meiner Sammlung, damit ich die alle zusammen ins Regal stellen kann. Das kann ja nicht so lange dauernd, dachte ich…

Der erste Zwischenstand sah dann mal so aus:

Pferdesammlung

Hierzu sei gesagt, dass ich einige meiner Pferdebücher an meine Mutter ausgeliehen habe, das sind also keineswegs alle…und dann ist da noch die Vermutung, dass irgendwo bestimmt noch eine Kiste ist an die ich nicht gedacht habe 😀

Einige Zeit später hatte ich dann 3 Stapel: Links die „Must-Reads“, in der Mitte die „schon gut, aber irgendwie liest man die doch höchstens einmal“ und „Bücher, die man eigentlich doch nicht braucht“. Immerhin ist der „Must-Read“ Stapel knapp der Höchste, also hab ich gar nicht mal so viel Geld verschwendet 😉 Im Hintergrund noch 2 besonders „schöne“ Bände, ein toller „Islandpferde“ Bildband und „Irrwege der modernen Dressur“ von Philippe Karl, das zum Nachdenken anregt.

Bücher sortiert

Jetzt wo ich die guten Bücher alle zusammen habe, werde ich im nächsten Blogpost Einige davon kurz vorstellen.

Trotz meiner Bücherbegeisterung habe ich aber über die Jahre fest gestellt, dass man aus Büchern nicht reiten lernen kann. Man kann sie benutzen, um für sich selbst zu verstehen was man Lernen möchte und um die theoretischen Hintergründe zu verstehen, aber Bekanntlich lernt man „Reiten nur durchs Reiten“ und das am Besten durch guten Reitunterricht, deswegen möchte ich erstmal all denjenigen danken, dir mir heute und in den vergangenen Jahren beim Reiten lernen geholfen haben

Gisela Gelhausen: weil noch vor wenigen Jahren jeder der mein Pony aus seiner Schulpferdezeit kennt bei Verwendung des Begriffs „Verlasspferd“ in Bezug auf sie in haltloses Gekicher ausgebrochen wäre und ich dank Gise mein Pony heute definitiv als Verlasspferd (mit Zusatz „trotzdem dem größten Dickschädel der Welt“) bezeichnen kann. Und weil ich dank ihr nun auch alleine ausreiten kann.

Karin Rauscher: die mein Pony schon länger kennt als ich selber und die sich durch besonders einfühlsamen und trotzdem strengen Unterricht und unglaublich gute Sitzschulungen auszeichnet

– Ulrike Störzbach vom Barockreitzentrum in Heimsheim fürs Beibringen von Langzügel und Doppellonge und für das Organisieren toller Fortbildungsveranstaltungen (und für die Möglichkeit mal einen Friesen und einen PRE zu reiten 🙂 ).

– Reynir Adalsteinsson, für den die Bezeichnung „isländischer Reitmeister“ wirklich angemessen ist und bei dem ich zu seinen Lebzeiten einige tolle Kurse mitreiten durfte (und dem ich sogar verzeihe, dass er mein Pony mal als „häßlichstes Pferd der Welt“ bezeichnet hat. Außerdem vermute ich, dass er wenn er noch leben würde und das Pony sportlich erschlankt ohne 100 Kilo Übergewicht sehen könnte, sich zumindest zu einem „durchschnittlichen Zottel“ durchringen könnte 😉 ). Von dem ich übrigens noch ein wundervolles Video besitze, wo er von dem 1,28m großen heutigen Verlasspferd Gletta bei der Handarbeit einmal quer durch die Reithalle gedrängt wird und ihr irgendwann „HÖRST DU ZU!!!“ ins Gesicht brüllt. Ich habe den Verdacht, dass gar nicht mal so viele Islandpferde das hingekriegt haben 🙂

reynir

Martina Funke fürs Beibringen von vernünftigem Leichttraben und für schnörkellos guten Basis-Unterricht

– Klaus Osterloh vom Islandpferdezentrum Münzenfelder Hof für die ersten Anfängerreitstunden mit Islandpferden und für die Ruhe und vermittelte Sicherheit

– Yasmin Rieser für kompetente reiterliche Hilfe im Zustand „ahnungsloser Erstpferdebesitzer“

– Ela für überdurchschnittlich guten Unterricht unter fast unmöglichen Bedingungen bei einem Pferdeverleih

– Antje für neue Impulse und Kopfarbeit

Heike Hackenjos, bei der ich wegen der örtlichen Ferne bisher nur eine einzige Longenstunde hatte, die aber so gut war, dass man deswegen glatt nach Heidelberg umsiedeln könnte

Und außer den Reitlehrern noch Special Thanks :

– an die Karl May Festspiele in Bad Segeberg, denn ohne diese hätte mein Onkel nie einen Reiturlaub in Mexiko gewonnen, hätte er nie deswegen mit dem Reiten angefangen, hätte ich nicht wegen ihm auch wieder mit dem Reiten angefangen, hätte ich jetzt nicht das allerbeste Pferd der Welt, sondern meine Reiterfahrungen würden sich auf ein paar chaotische Reiturlaube und schlechte Schulpferdeerfahrungen in meiner Kindheit beschränken

– und auch ein dickes Dankeschön, an die wahrscheinlich beste (und professionellste und pünktlichste) Masssattlerei im süddeutschen/Bodenseeraum: Equinomic und Herrn Urban Truniger, denn ohne einen gut passenden Sattel ist Reiten praktisch unmöglich (sowohl für Pferd als auch für den Reiter) und jeder der schon mal einen Sattel für ein winziges kurzrückiges rundrippiges Islandpferd gesucht hat, weiß, dass das gar nicht mal so einfach ist.

– und an Tvistur, den ganz besonderen Rabauken mit dem ich im Moment von Woche zu Woche die Anzahl der Ausritte bei denen er mich nicht in den Acker geworfen hat kontinuierlich erhöhe 🙂

tvistur

– und last but not least natürlich ein besonders dickes Dankeschön an das Allerbeste Pferd der Welt:

gletta

Liest sich jetzt alles in etwa so als hätte ich grad nen Oscar gewonnen. Kein Wunder, dass diese Dankesreden alle so lang sind. Wenn man da erstmal loslegt … 😀

2 Gedanken zu „Reiten lernen – in Theorie und Praxis“

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