„Ein unglücklicher Tod“ von Peter Grainger ist der erste Teil einer britischen Krimireihe, die nicht komplett neu ist, sondern im englischsprachigen Raum schon 2013 im Selbstverlag erschienen ist und wohl sehr erfolgreich war (was man auch daran sieht, dass es 17 Bände gibt). Nun ist also der erste Band im Diogenes Verlag und auf deutsch erschienen und ich kann direkt sagen, dass das Buch tatsächlich sehr überzeugen kann, denn der Kommissar, DC Smith, ein älterer etwas bodenständiger aber trotzdem geheimnisvoller Veteran weckt sofort die Sympathie der Leser:innen und der junge Polizei-Assistent, der DC Smith zugeteilt wird bietet einen passenden Kontrast dazu. Am Anfang des Buches erfährt man, dass DC Smith nach einer schief gegangenen Ermittlung zurück im Dienst ist (nicht unbedingt zur Begeisterung seiner Vorgesetzten, die nichts dagegen gehabt hätten wenn er in Rente geht) und erst mal die Ermittlungen in einem auf den ersten Blick ziemlich harmlos erscheinenden Badeunfall abschließen soll: ein Teenager ist nach einer feucht fröhlichen Party am Fluss ertrunken. Doch nach Gesprächen mit Zeugen und dem Autopsiebericht hat Smith das Gefühl, dass an dem Tod des Jugendlichen etwas faul ist.
Der Schreibstil des Buches ist ruhig und verfügt über einen leisen Humor, genauso ist das Buch zwar kurz, aber trotzdem entwickelt der Kriminalfall sich erstaunlich tiefgründig und außergewöhnlich. Mir gefiel auch, das viele Dinge irgendwie zwischen den Zeilen stehen, es einem aber trotzdem immer klar ist worauf die Geschichte hinaus läuft.
Fast verwunderlich, dass es so lange gedauert ist, bis die Reihe im Deutschen Markt erscheint. Ich freue mich schon auf weitere Bände der Reihe.
