gesellschaft, Reiten

Warum die Welt ein besserer Ort wäre wenn jeder ein Pferd hätte ;-)

Dieser Blog heißt ja „Alles vom Ponyhof – und noch mehr“. Der Name kommt davon, dass ich hier eigentlich mal überwiegend über mein Pony bloggen wollte oder zumindest über Buch- und DVD-Rezensionen zum Thema Reiten. Allerdings klappt mit meinem Pony die letzten paar Monate/Jahre irgendwie alles super. Und wie das so ist, wenn’s gut läuft, hat man irgendwie gar nicht so viel zu sagen. Ich genieße eher und lese auch gar nicht mehr so viele Pferdebücher. Ergo kann ich keine Rezensionen drüber schreiben 😀

Aber es gibt trotzdem Einiges zu erzählen über die Pferdewelt und heute möchte ich mal die gewagte These aufstellen, dass die Welt ganz sicher besser wäre, wenn jeder ein Pferd hätte.

Bei Pferden gibt es nämlich im Allgemeinen 2,5 mögliche Zustände, der erste davon und mit Sicherheit auch der Häufigste ist:

Das Pferd „hat was“

Das gemeine Hauspferd hat nämlich immer was, entweder was ganz Ernstes oder was potentielles Ernstes oder was nicht ganz so Ernstes. Kolik, Hufrehe, Kreuzverschlag, Arthrose, Spat, Chip, nen Pickel der ein Sarkoid sein kann oder bloß ein Pickel, Haarlinge, PSSM, ECS, IR, EMS, KPU, VPU (das hab ich grad erfunden, aber dass KPU existiert hat auch noch keiner wissenschaftlich nachgewiesen, von dem her wird’s das bestimmt schon – irgendwann – geben), Satteldruck, schwere Kindheit, verritten, tritt zu kurz, tritt nicht unter, geht nicht über den Rücken, hebt sich raus, autoritäre Erziehung, antiautoritäre Erziehung, Übersäuerung, Selenmangel, Selenüberschuss, Herbstzeitlose, Glyphosat, Jakobskreuzkraut, COB, Gebäudemängel, Durchtrittigkeit, überbaut, kuhhessig, struppiges Fell, Fellwechselstörungen, Sommerekzem, Headshaking, Steigen, Bocken, unspezifische Lahmheit, Hangbeinlahmheit, Stützbeinlahmheit, schiefe Hufe, bröselige Hufe, HWS-Syndrom, Ataxie, hohe Trachten, keine Trachten, …(aus Platzgründen zähle ich hier mal nur ca. 1% der möglichen Probleme auf, die ein Pferd so haben kann).

Hat das Pferd nun „was“ hat der gemeine Pferdebesitzer für mögliche Weltprobleme ja nun sowieso gar keine Zeit, da könnte Donald Trump Präsident von Russland und den USA gleichzeitig werden, ein Atomkrieg toben, Trixie von Storch 50x am Tag der Mauszeiger ausrutschen, Zombies angreifen und alle Bienen spontan Massenselbstmord begehen, das bemerkt der Besitzer eines kranken Pferdes sowieso nicht. Er ist nämlich beschäftigt mit Tierarzt, THP, Sattler, Physiotherapeut, Bioresonanz, esoterischer Pendeltante, Tierkommunikatoren rufen, Blutbilder  machen lassen (macht man bei sich selber zur Vorsorge ja auch IMMER), Futtermittel kaufen/zusammenmischen/verteufeln , tüddeln, pinseln, streicheln, Globuli, Schüsslersalze, Medikamente kaufen, Petitionen gegen Giftpflanzen unterzeichnen, missionieren, sich im Internet verunsichern lassen, klugscheißen, sich selber klugbescheißen lassen…um irgendjemanden zu hassen, in den Krieg zu ziehen hat dieser Pferdebesitzer aber schon mal weder Geld noch Zeit (für Urlaub allerdings auch nicht). Ergo –> Welt besser.

Zustand Nummer 2 ist der zweithäufigste Zustand in der Pferdwelt:

Das Pferd „hat bestimmt was“

Trotz 24 h Überwachung  hat das Pferd auf den ersten, zweiten, dritten, vierten und fünften Blick scheinbar nichts. Aber „es guckt so!“ und „es macht was (in der Regel irgendwas das es von einem Fahrrad unterscheidet)“. Das kann nur bedeuten, das Pferd hat ganz bestimmt irgendwas, man hat es bloß noch nicht gefunden! Was tut der gemeine Pferdebesitzer da? Genau das gleiche wie bei Zustand 1. Ergo –> Welt besser.

hatwas.JPG
Wie das guckt! Das hat doch garantiert was…

 

Zustand Nummer 3 ist nun wirklich sehr sehr selten, aber er soll schon vorgekommen sein:

Das Pferd „hat nichts“

Das Pferd wirkt irgendwie meistens ganz munter. Man kann drauf reiten. Man hat ständiges ein komisches Gefühl dabei („das kann doch nicht sein? Irgendwas stimmt doch hier nicht?!“).

Führt dieser Zustand nun dazu, dass der gemeine Pferdebesitzer mehr Zeit hat sich positiv oder negativ ins Weltgeschehen einzubringen? Nee, natürlich nicht, weil:

a) er reitet ja immer, was mehr Glücksgefühle ausschüttet als 5 Tafeln Schokolade auf einmal essen. Oder er ist glücklich, weil er etwas unglaublich Schönes gesehen hat wie zum Beispiel:

schnute
Eine Pferdeschnute ❤

 

 

b) das Pferd soll ja weiterhin so gesund bleiben wie jetzt gerade, deswegen tut er immer noch 99% der unter Zustand 1 aufgelisteten Dinge

c) er ist immer mit füttern und misten beschäftigt. Sollte er in einem Vollversorgungsstall stehen oder Helfer irgendeiner Art haben, ist er immer mit der 24 h Überwachung von füttern und misten beschäftigt, weil wenn’s um eigene Pferd geht, kann man eh keinem trauen

d) weil er sein ganzes Geld für Sättel, Schabracken, Bandagen, Decken (das gemeine isländische Robustpferd hat neuerdings auch schon 4 verschiedene Arten Pferdedecken), Reitunterricht, Reitkurse, Schnickschnack, Glitzerhalfter, Pflegemittel, … ausgibt, kann er auch nie irgendwo hin fahren

Ergo wäre die Welt fraglos ein besserer Ort, wenn jeder ein Pferd hätte, bloß sind die halt leider zu teuer (vor allem wenn sie krank sind 😛 ).

2 Gedanken zu „Warum die Welt ein besserer Ort wäre wenn jeder ein Pferd hätte ;-)“

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