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Jugendbuch: „Ich bin V wie Vincent“

„Ich bin V wie Vincent“ von Lucinde Hutzenlaub ist ein Jugendbuch ab 12 Jahre in dem es um das schwierige, aber für Jugendliche sicher immer hochaktuelle Thema Mobbing geht.

Im Mittelpunkt des Buches steht Milo. Er ist mit seinen Eltern und seinem Bruder Carl aus Namibia nach Deutschland gezogen, da sein Vater aus beruflichen Gründen umsiedeln musste. Milo vermisst seine Freunde, die Farm seiner Eltern in Namibia und mit dem Deutschen Wetter kann er sich auch nicht so recht anfreunden. Seine Stimmung ist also sowieso schon nicht gut und dann stellt sich seine neue Schulklasse auch noch als Katastrophe heraus. Sein Mitschüler Max terrorisiert gefühlt die halbe Klasse und pickt sich Milo direkt als nächstes Opfer heraus. Einziger Lichtblick in der Klasse ist Nike, in die sich Milo unsterblich verliebt. Doch auch sie hat so ihre Probleme mit Max.

Während sich Milo im realen Leben ohnmächtig fühlt, kommt ihm in der virtuellen Welt eine Idee…er eröffnet einen anonymen Youtube Account unter dem Pseudonym „V wie Vincent“ (angelehnt an seinen Lieblingsfilm „V wie Vendetta“), in dem er sich gegen Mobbing und für mehr Zusammenhalt und Courage ausspricht und zu seiner großen Überraschung wird der Kanal ein Riesenerfolg…und hat echte Konsequenzen in der wirklichen Welt, leider nicht nur Positive.

Das Buch ist sehr kurzweilig und einfach zu lesen, die Sprache ist direkt gehalten und für die angepeilte Altersgruppe sicher gut lesbar. Allerdings hatte ich aufgrund des männlichen Protagonisten erwartet, dass das Buch sich vielleicht eher an männliche jugendliche Leser richtet, dafür fand ich die Liebesgeschichte aber irgendwie ein bisschen arg schmalzig formuliert und bin mir sehr unsicher ob das Jungs in dem Alter so ansprechen würde. Was mich auch noch etwas störte ist dass Milo auf mich ein bisschen sehr idealisiert war und alles etwas sehr schwarz/weiss gemalt. Die „Bösen“ im Buch hören ständig Deutsch-Rap, Milo hört Woodstock Musik aus der Zeit seiner Eltern und gerne auch mal Klassik…hmmm…die (nett wirkenden!) Jungs an der Supermarkt Kasse hinter mir gestern wirkten auf mich nicht so als ob sie sich mit so einem Milo identifizieren würden oder so sprechen würden wie er.

Von dem her bin ich etwas hin und her gerissen von dem Buch, es ist sehr unterhaltsam und leicht zu lesen und sicher auch eine gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema Mobbing, in dem viele Schüler Situationen und Dinge aus dem Schulalltag wieder erkennen können. Die Autorin schrieb am Ende des Buches, dass sie das Buch aufgrund eigener Mobbing-Erfahrungen in ihrer Kindheit geschrieben hat und deswegen nehme ich an, dass es deswegen so geschrieben ist und dass Milo und was er erreicht wirklich inspirierend wirken soll.

Allerdings habe ich doch etwas Bedenken, dass es für wirklich Betroffene zu unrealistisch rüber kommen könnte, denn das das in der realen Welt ein Betroffener so hinkriegen würde wie in dem Buch halte ich für unwahrscheinlich. Die Jugendlichen in dem Buch handeln eher „übermenschlich“, doch wie oft wird gerade ein Mobbing-Opfer dazu in der Lage sein? Außerdem befremdete mich etwas, dass die Jugendlichen in dem Buch doch sehr „alleine gelassen“ werden, im Prinzip müssen Milo und Nike die ganzen Probleme (wozu z.B. auch durchaus aggressive sexuelle Belästigung zählt) „alleine“ lösen, während Lehrer und Eltern offenbar vorher ewig nichts getan haben und dann später auch nichts tun bzw. nicht viel. Die Erwachsenen im Buch agieren sehr passiv. Das mag tatsächlich realistisch sein, aber läuft der hoffnungsvollen Botschaft der Geschichte vielleicht etwas zuwider, denn beim Betroffenen könnte der Eindruck aufkommen, dass er sich selbst helfen muss…

Das klingt jetzt beim Schreiben alles erst mal ganz schön negativ, aber so habe ich das Buch nun auch nicht empfunden. Ich denke es eignet sich aber besser, um in der Klasse zum Beispiel gemeinsam gelesen und dann mit Lehrer besprochen zu werden als zumindest jüngere Leser ganz damit allein zu lassen. Gut fand ich auch, dass aktuelle Themen wie Social Media und Youtube-Channels mit eingebaut wurden.

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Jugendbuch – Tipp: „Dry“ von Neil und Jarrod Shusterman

„Dry“ ist ein dystopischer Jugendroman von Neal und Jarred Shusterman. Er spielt in Kalifornien, das im Buch seit Jahren von Wasserknappheit bedroht ist (ein für die nähere Zukunft leider sicher mehr als realistisches Szenario). Trotzdem geht das Leben dort mehr oder weniger seinen normalen Gang, nur Wasserverschwendung wie das Befüllen von privaten Pools ist verboten. Doch eines Tages kommt es völlig überraschend zur Katastrophe, ein anderer US-Bundesstaat sperrt eigenmächtig einen wichtigen Wasserversorgungsfluß nach Kalifornien, um selber auf das Wasser zuzugreifen und in Südkalifornien kommt von einer Minute auf die nächste kein Wasser mehr aus den Wasserhähnen der Bevölkerung. Die Politik beschwichtigt zunächst und da in einem anderen Landesteil eine große Naturkatastrophe wütet bleibt der als „Tap-Out“ bezeichnete Notstand von Regierung und Katastrophenschutz erstmal merkwürdig unbeachtet.

Die 17-jährige Alyssa lebt mit ihrem kleinen Bruder Garrett und ihren Eltern in einem der betroffenen Orte und man erlebt zusammen mit der Familie wie diese auf die ungewohnte Situation reagiert, erstmal zeitverzögert fast gar nicht und als die Familie dann doch zum Supermarkt fährt um Wasser zu kaufen gehen dort schon langsam die Vorräte aus. Das Buch schildert sehr gut wie die bedrohliche Situation innerhalb weniger Tage komplett eskaliert, Alyssa und Garretts Eltern verschwinden am 2. Tag beim Versuch bei einer Entsalzungsanlage am Meer Wasser zu bekommen. Alyssa findet Hilfe im Nachbarsjungen Kelton, dessen Familie als Einzige auf derartige Katastrophen vorbereitet sind (oder es zumindest glauben), da sie zur Gruppe der „Prepper“ gehören (Menschen, die ständig damit beschäftigt sind sich auf einen drohenden Weltuntergang vorzubereiten, z.B. in dem sie Vorräte horten oder Bunker auf ihrem Grundstück anlegen. Doch auch Keltons Familie muss bald feststellen, dass die Realität des Überlebenskampfes nicht unbedingt viel mit der Theorie zu tun hat.

Das Buch wird überwiegend in der Ich-Perspektive erzählt, wobei der Ich-Erzähler von Kapitel zu Kapitel zwischen Alyssa, Kelton und zwei weiteren Teenagern wechselt, auf die Alyssa und Kelton während ihrer Suche nach Wasser stoßen. Diesen Perspektivenwechsel fand ich manchmal ein bisschen verwirrend (das ist jetzt schon das zweite Buch mit wechselnder Ich-Perspektive, das ich in kurzer Zeit lese, dabei ist das eigentlich ja keine so übliche Erzählform, allerdings muss ich sagen, dass ich es in diesem Buch insgesamt gut umgesetzt fand). Aufgelockert wird die Geschichte durch kurze episodenhafte Einblicke in das Schicksal anderer vom Tap-Out betroffener Personen, die im Stile eines Newstickers zwischendrin eingeworfen sind. Diese haben mir gut gefallen.

Insgesamt ist die Geschichte sehr gelungen, spannend, mit interessanten Charakteren und einem sehr realistischen Szenario in dem gut gezeigt wird wie völlig normale zivilisierte Menschen innerhalb von wenigen Tagen in einen Modus kommen, wo es um das reine Überleben und einen Kampf um Ressourcen geht. Nicht überraschenderweise bleibt die Menschlichkeit dort schnell auf der Strecke. Allerdings ist das Buch für eine Dystopie fast ein bisschen „harmlos“, es geschehen zwar natürlich schreckliche Dinge, trotzdem wirkt die Situation nie wirklich hoffnungslos. Ich denke in einem Jugendbuch ist dies aber völlig in Ordnung. Für mich ein sehr lesenswertes kurzweiliges Buch, das ich innerhalb von 2 Tagen durchgelesen habe.

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Buchtipps Mai: Krimi und Young Adult

Diese Woche möchte ich 2 ältere Bücher aus unterschiedlichen Genres gemeinsam vorstellen, die ich im letzten Monat gelesen habe. Das erste ist ein Young Adult Roman, den mir meine Freundin von Glimrende schon vor längerer Zeit empfohlen hat. Das zweite ist mal wieder ein Krimi der Deutschen Beststellerautorin Charlotte Link, für die ich in den letzten Monaten ein wiedererwachtes Faible entwickelt habe.

„Nicht nur ein Liebesroman“ von Emma Mills

„Nicht nur ein Liebesroman“ von Emma Mills ist ein Young Adult Roman, ein Genre das ich auch als Erwachsene persönlich sehr gerne mag. Hauptperson des Buches ist die 17-jährige Sloane, die mit ihren Eltern von New York nach Florida zieht. Sloane ist eigentlich ein ziemlich selbstbewußter Teenager, sie ist eine exzellente Sängerin und hat einen Hang zu ironischen und schnippischen Bemerkungen. Trotzdem hatte sie aber offenbar an ihrem früheren Wohnort Schwierigkeiten echte Freundschaften aufzubauen. Umso sehr freut sie sich, dass sie in Florida schnell Anschluß findet. Auf einer Party lernt sie die Zwillinge Vera und Gabe kennen, Vera ist glamourös, Social Media Sternchen, eine Lichtgestalt um die sich der gesamte Freundeskreis dreht. Gabe ist eher verschlossen, neigt zu Mißmutigkeit und ist zunächst mal gar nicht so begeistert von Sloane, die ihn auf der Party ungebeten gegen einen Mobber verteidigt.

Es ist nicht ganz einfach zu beschreiben worum es in dem Buch genau geht, wie der Titel schon sagt, ist es „Nicht nur ein Liebesroman“ und die natürlich wie in den meisten Young Adult Romanen vertretene Liebesgeschichte spielt auch wirklich eine eher untergeordnete Rolle. Hauptthema des Buches ist wohl Sloane selbst, ihre Entwicklung und ihre Beziehungen zu ihrer Familie und zu ihren Freunden. Mir hat gut gefallen, dass Sloane kein typischer Young Adult Charakter ist, oftmals erzählen diese Bücher eine „vom hässlichen Entlein zum strahlenden Schwan“ Geschichte und die Protagonisten haben anfangs Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein oder ihrem Aussehen, doch obwohl Sloane Schwierigkeiten mit Nähe hat, ist sie von Anfang ein starker Charakter der gerade deswegen oft aneckt. Auch die anderen Charaktere im Buch werden zwar eher nebenbei ausgearbeitet, sind aber vielschichtig und interessant und auch die Probleme in Sloanes Familie werden mit Humor und Leichtigkeit thematisiert.
Der Schreibstil des Buches ist anfangs etwas ungewöhnlich, etwas spröde und sprunghaft vielleicht, genau wie ihr Hauptcharakter Sloane, aber wenn man sich darauf einlässt entwickelt die Geschichte auch gerade dadurch eine schöne Faszination.

„Die letzte Spur“ von Charlotte Link

„Die letzte Spur“  von 2014 ist ein weiterer ziemlich dicker Wälzer der Deutschen Schriftstellerin Charlotte Link. Im Zentrum des Geschehens steht Elaine Dawson, eine junge Frau vom Land, die ein ziemlich trostloses Leben führt. Nach dem Tod der Eltern pflegt sie alleine ihren nach einem Unfall querschnittsgelähmten und verbitterten Bruder. Sie sieht keine Perspektive ihrem tristen Leben zu entfliehen und fühlt sich als ewige Verliererin. Als ihre frühere Schulfreundin Rosanna sie zu ihrer Hochzeit nach Gibraltar einlädt wagt sie sich trotzdem in dieses für ihre Verhältnisse große Abenteuer. Als aufgrund Nebels ihr Flug nach Gibraltar gestrichen wird und Elaine am Flughafen strandet, trifft sie auf den Anwalt Marc, der sie aus Mitleid mit zu sich nach Hause nimmt. An nächsten Morgen setzt er sie nach eigener Aussage in die Bahn zum Flughafen. Ab diesem Moment hat niemand mehr was von Elaine gesehen oder gehört.
Fünf Jahre später langweilt sich die Journalistin Rosanna in ihrem Leben in Gibraltar, ihre Ehe ist in keinem guten Zustand und als sie von ihrem ehemaligen Chef in England den Auftrag bekommt eine Reportage über verschwundene Frauen zu schreiben in der auch Elaines Geschichte nochmal aufgearbeitet werden soll, nimmt Rosanna den Auftrag begeistert an. Doch schnell ist sie in die Geschichte persönlicher und emotionaler verstrickt als sie es sich vorgestellt hatte.

Bei der Geschichte handelt es sich nicht um einen reinen Krimi in klassischem Sinne, der Plot ist sehr komplex und raffiniert und wird nach und nach aufgedröselt, die Charaktere sind sehr interessant und trotz der eher ruhigen Erzählweise kommt teilweise sogar richtige Thrillerspannung auf. Mir hat diese Mischung aus Beziehungsdrama und Krimi mit Thrillerelementen wirklich sehr gut gefallen und wie immer liefert Charlotte Link mit dem Buch auf sehr hohem Niveau ab.

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Buchtipp: „Schamlos“ von Bile und Srour

Heute möchte ich ein Sachbuch für Jugendliche vorstellen, nämlich „Schamlos“ von Amina Bile, Sofia Nesrine Srour und Nancy Herz.

Die 3 Autorinnen sind norwegische Bloggerinnen, Muslimas und Feministinnen, die gemeinsam dieses Buch für junge Mädchen geschrieben haben. Im Buch erzählen sie erstens selbst von ihren Erfahrungen darüber wie es ist als muslimisches Mädchen „mit Migrationshintergrund“ in einem westlichen Land wie Norwegen aufzuwachsen, gleichzeitig haben sie aber auch einige anonyme Geschichten (bzw. eher Kurzberichte) von anderen Mädchen aus ihren Communities aufgenommen. Abgerundet wird das Buch mit einigen Fotos aus dem Leben der Autorinnen, sehr sehr hübschen Illustrationen sowie durch Diskussionen zwischen den Dreien über Politik, Gesellschaft, „negative soziale Kontrolle“ und die sonstigen im Buch behandelnden Themen. Diese Diskussionen sind im Buch durch pinke Blasen abgebildet, was das Schriftbild sehr schön auflockert und das Gefühl eines spontanen Chats vermittelt. Generell ist das Buch sehr hübsch und und leicht lesbar gestaltet und hat mit ca. 150 Seiten eine angenehme Länge, die es sehr kurzweilig macht und sicher für die angepeilte Zielgruppe junger Mädchen auch sehr zugänglich. Ein paar wenige Geschichten waren nicht auf Anhieb verständlich wenn man nicht aus Norwegen kommt (so geht es in einem Artikel um eine norwegisches Abi-Tradition, von der ich noch nie gehört hatte und einmal um eine norwegische Fernsehserie für Teenager, diese werden aber in den Fußnoten am Ende des Buches erklärt.)

Die Geschichten und Diskussionen behandeln alle möglichen Themen wie Religion, Familienleben, Sex/Aufklärung, Mobbing, Rassismus, das Verhältnis zwischen muslimischen Jugendlichen und ihren Eltern, Schule und Politik. Viele schwierige Themen mit Zündstoff also, die im Buch aber sehr direkt und locker rübergebracht werden, so dass man nie das Gefühl hat ein „schweres“ Buch zu lesen, sondern ein sehr lebendiges und sympathisches Buch das zum Nachdenken und Debattieren anregt und außerdem eine Anlaufstelle für junge Mädchen sein will, die niemanden haben mit dem sie über solche Themen reden können.

Ich finde das Buch ist absolut lesenswert und vor allem für jeden geeignet, der sich seine Meinungen über das Leben anderer Menschen gerne anhand derer eigener Erzählungen und Erfahrungen bildet und nicht anhand seiner eigenen festgefahrenen Meinungen und Vorurteile. Von dem her ist es sicher auch ein Buch das möglichst viele erwachsene Politiker, Lehrer und sonstige Menschen lesen sollten um nicht immer nur „über“ andere Personengruppen zu diskutieren sondern mit ihnen.

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Young Adult Tipp: „The Exact Opposite of Okay“

„The Exact Opposite of Okay“ von Laura Steven ist ein Young Adult Roman, der sich mit dem Thema „Slut Shaming“ auseinander setzt. Hauptperson des Buches ist die 18-jährige Izzy, die Vollwaise ist und mit ihrer Oma zusammen in eher prekären Verhältnissen lebt: die Familie hat nicht viel Geld und die gesundheitlich angeschlagene Oma hält die beiden mit einem schlecht bezahlten Job über Wasser. Izzy ist nicht besonders gut in der Schule, liebt aber das Schreiben von Drehbüchern und das Filmen von Comedy-Sketches. Sie träumt von einer Karriere als Comedy Star oder Drehbuchautorin, hat aber nicht mal das Geld um sich ein College-Studium oder eine Ausbildung leisten zu können. Sie versteckt ihre Gefühle und Schwächen hinter Witzeleien und sarkastischen Bemerkungen und verbringt ihre Freizeit am Liebsten mit ihren besten Freunden, der indisch stämmigen Ajita und ihren langjährigem Sandkastenfreund Danny. Als Izzy auf einer Party mit zwei Jungs schläft und dann auch noch Nacktfotos mit einem der beiden austauscht, gerät sie in einen Strudel der Ereignisse, der ihr ganzes Leben aus der Bahn wirft.

Das Buch ist in Tagebuch-Form geschrieben und beginnt kurz vor dem großen „Sex-Skandal“. Der Schreibstil ist sehr unterhaltsam, auch wenn Izzys Dauer-Sarkasmus vor allem anfangs etwas anstrengend sein kann (und das sage ich als großer Sarkasmus Fan 😉 ). Ich lese aber generell gerne Bücher in Tagebuch-Form, deswegen hat mir das Format sehr gut gefallen. Die Ereignisse und auch die Charaktere sind für mich gut herausgearbeitet, lediglich die Reaktionen (bzw. Nicht-Reaktionen) der Schule auf die Ereignisse fand ich irgendwie etwas befremdlich (auch wenn Izzy im Buch volljährig war, fände ich es merkwürdig wenn eine Schule bei derartigen Ereignissen überhaupt keine Maßnahmen ergreift um seine Schüler zu beschützen und zum Beispiel Mobbing einzudämmen). Gut gefallen hat mir, dass Izzy in dem Buch sehr vielschichtig geschildert wird, sie ist nicht nur die „Heldin“, sondern handelt teilweise auch sehr gedankenlos (damit meine ich jetzt nicht mal das Versenden von Nacktbildern über das Smartphone, sondern eher Zwischenmenschliches im Umgang mit ihrer besten Freundin) und ihr Charakter entwickelt sich im Laufe des Buches glaubwürdig weiter, so dass die hinter ihrer Fassade verborgenen Gefühle zu Tage treten können.

Nicht ganz so gut gefallen hat mir, dass das Buch teilweise fast etwas mehr wie ein feministisches Manifest wirkt als wie ein Roman, der rein um seiner Story wegen erzählt wird, was sich zum Beispiel darin äußert, dass vor allem Izzys Freund Danny etwas zu schablonenhaft ausgearbeitet wirkt. Man hat etwas den Eindruck seine Rolle existiert primär um ein bestimmtes Verhalten zu demonstrieren. Davon einmal abgesehen fand ich das Buch aber wirklich sehr gelungen und es sticht sowohl thematisch als auch vom Stil aus der Masse der Young Adult Romane heraus.

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Jugend-Thriller: „Schattenkuss“ von Inge Löhnig

Nachdem ich zuletzt einige umfangreichere Bücher gelesen habe, war mir mal wieder nach etwas leichterer Lektüre in Form eines Krimis oder Thrillers. „Schattenkuss“ von Inge Löhnig habe ich in einer Büchertauschecke zufällig gefunden, zunächst war ich etwas skeptisch, den der Titel und auch das Cover verbreiteten doch ein bisschen potentiellen Kitsch- oder Mystery-Alarm. Allerdings war die Sorge unbegründet, denn das Buch fand ich dann wirklich unterhaltsam und gut geschrieben.

Die Sommerferien haben für die 16-jährige Lena gerade erst begonnen, da bekommt die Familie eine schlimme Nachricht: Lena’s Großmutter mütterlicherseits ist verstorben. Lena weiß nicht so richtig was sie mit der Nachricht anfangen kann, denn sie hatte kaum Kontakt zu der Großmutter, mit der sich ihre Mutter zerstritten hatte. Trotzdem begleitet sie ihre Mutter zur Haushaltsauflösung in den Heimatort der Oma nach Bayern. Auf der Fahrt dorthin erfährt sie noch eine unglaubliche Nachricht, ihre Mutter hat eine Schwester, von der sie Lena noch nie erzählt hatte und die im Alter von ca. 18 Jahren spurlos verschwand und seitdem angeblich in Spanien lebt. Außer ein paar Postkarten gab es von ihr aber keine Lebenszeichen und auch ein Privatdetektiv konnte sie nicht aufspüren.
Als Lena auch noch entdeckt, dass die verschollene Tante Ulrike ihr ziemlich ähnlich sah, wirft sie sich in deren alte Klamotten und versucht herauszufinden was damals als Ulrike verschwand eigentlich passiert ist. Aber die meisten Verwandten und Dorfbewohner blocken ziemlich ab, auch Lenas Mutter…

Der Schreibstil des Buches ist einfach, aber trotzdem flüssig und gut lesbar und mir hat gut gefallen, dass das Buch in einem ganz normalen Dorf in Bayern spielt (normalerweise spielen solche Bücher ja gerne in irgendwelchen düsteren mysteriösen Dörfern…das einzig klischeehafte am Setting ist eine alte verfallene Villa) und dass das Buch eine gelungene Mischung zwischen (nicht allzu nervenaufreibender) Krimi-/Thrillerhandlung und ganz normaler Teenie – und Familiensorgen ist. Blutrünstig ist das Ganze nicht, da es sich bei dem Buch auch um einen Thriller für Jugendliche handelt. Lena ist eine ganz sympathische Hauptperson, auch wenn sie eine merkwürdige Mischung zwischen einerseits schon recht erwachsen und andererseits in manchen Belangen extrem unvernünftig/naiv ist (für eine 16-jährige allerdings wiederum vielleicht gar nicht so unwahrscheinlich). Natürlich kommt das Buch nicht ganz ohne Klischees aus (dass der Nachbars-Sohn aussehen musste wie Robert Pattison in Twilight wär vielleicht nicht unbedingt nötig gewesen 😉 ) und auch die Auflösung ist für geübte Krimileser nicht allzu schwer vorauszusehen, aber das Buch unterhält sehr gut und ist für mich für Zwischendurch wirklich eine nette Lektüre gewesen.

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Thriller für Jugendliche: „Mädchen, Mädchen, tot bist Du

Neulich habe ich für eine Zugreise eine „leichte“ Unterhaltung gesucht und da ich sehr gerne Bücher aus dem Bereich „Young Adult“ lese, habe ich mich in dem Bereich umgesehen. Da ich in letzter Zeit einige Coming of Age und Liebesgeschichten gelesen habe, hab ich mir diesmal ein ganz anderes (und nicht so weitverbreitetes) Genre ausgesucht: Thriller für ein jugendliches Publikum.
Generell lese ich nicht so besonders gerne Thriller und im Jugendbuchbereich habe ich eigentlich noch gar nichts aus diesem Genre ausprobiert. „Mädchen, Mädchen – Tot bist Du“ von Mel Wallis de Vries klang für mich aber ganz unterhaltsam, deswegen wollte ich der Sache mal eine Chance geben.
Die Autorin ist wohl in den Niederlanden führend in diesem Genre und sie hat auch schon einige Jugend-Thriller geschrieben, die alle eine ähnliche Titel- und Covergestaltung haben.

„Mädchen, Mädchen – Tot bist Du“ fängt damit an, dass ein junges Mädchen augenscheinlich Selbstmord begangen hat, indem sie sich aufgehängt hat…
in der Folge bekommen aber auch noch andere Mädchen anonyme Drohbriefe und schnell stellt sich heraus, dass hier wohl ein Serienkiller ein perfides Spiel mit den Mädchen treibt…Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus Sicht der Opfer erzählt, was ich ausgesprochen ungewöhnlich fand und was zuerst auch mal einen gewissen Schock-Effekt hatte.

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen und bewegt sich abgesehen von der Thriller-Handlung im typischen Schulumfeld, wobei typische Probleme junger pubertierender Mädchen (Freundschaft, Jungs, Mobbing und Zickereien) im Vordergrund stehen. Nicht ganz überzeugend fand ich, dass sich die einzelnen
Charaktere doch alle sehr ähneln und man nicht immer wirklich das Gefühl hatte, eine Geschichte aus der Perspektive von unterschiedlichen jungen Mädchen erzählt zu bekommen. Da fehlt doch etwas Tiefe bei der Charakterentwicklung, die bei diesem Genre vielleicht aber auch etwas zu viel verlangt wäre (sind doch
auch im Erwachsenen-Metier Thriller doch eher selten für ihren Tiefgang in diesem Bereich bekannt).

Die Thriller Handlung fand ich auch gar nicht so unkomplex, die Geschichte ist in sich schlüssig und alle Fragen werden am Ende gut aufgelöst. Das hat mir wirklich gut gefallen. Von dem her hat mich das Buch als Urlaubslektüre gut unterhalten. Ich denke trotzdem, dass die Thriller von Mel Wallis de Vries sich vermutlich alle recht ähnlich sind und ich hätte jetzt aktuell nicht das Bedürfnis noch einen zu lesen, was aber auch daran liegt, dass ich generell nicht so gerne Thriller lese. Aber wenn man auf der Suche nach einem guten leicht lesbaren Buch aus dem Genre ist, das nicht zu reißerisch daher kommt und sich in einem typischen „Schüler-Umfeld“ bewegt, der ist mit dem Roman sicherlich sehr gut bedient.

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Young-Adult-Tipp: „Clean“ von Juno Dawson

Letzte Woche habe ich mir mit „Clean“ von Juno Dawson einen Young Adult Roman ausgesucht, der in einem etwas anderen Milieu spielt als die typischen „High School“ Geschichten, die man sonst oft liest und in denen normale Teenager „wie Du und ich“ die Hauptrolle spielen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht das 17-jährige IT-Girl Lexi Volkov aus London. Lexis Vater ist eine Art russischer Oligarch, der in Großbritannien mit einer eigenen Luxus-Hotelkette zu Ruhm und Reichtum gekommen ist.
Lexi und ihr Bruder Nikolai führen entsprechend ein ziemliches Luxusleben, sie leben meist in einem der Hotels ihres Vaters, gehen auf Parties und Rote Teppiche, umgeben sich mit anderen Sternchen und haben quasi alles das man sich vorstellen kann (der Gedanke an eine Art Britische Version der Hilton Schwestern drängt sich auf).

Trotzdem läuft im Leben von Lexi gerade nichts wirklich rund, denn am Anfang des Buches wird sie gerade von ihrem Bruder in einer Luxus-Entzugsklinik auf einer abgelegenen Insel im wahrsten Sinne des Wortes abgeladen, nachdem sie nach einer Party mit ihrem älteren Freund Kurt fast an einer Überdosis Heroin gestorben wäre. Lexi ist anfangs allerdings der Meinung keineswegs ein ernsthaftes Drogenproblem zu haben und wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Einweisung…doch ihr Bruder bleibt hart.

Soweit die Prämisse des Buches. Die einzelnen Kapitel sind im Stil eines 12-Punkte-Programms für Abhängige aufgebaut und thematisieren als Kapitelüberschrift jeweils ein Ziel aus einem typischen 12-Punkte Programm. Die ersten Kapitel behandeln Lexis körperlichen Entzug und ihre ersten Begegnungen mit den anderen „Klienten“ der Klinik, die alle aus eher reichem Haus stammen und auf irgendeine Art und Weise unter einer Suche leiden. Die späteren Kapitel beschäftigen sich eher mit Lexis Entwicklung und ihrer Beziehung zu ihrer Familie und den anderen Patienten, mit ihrer Vergangenheit, ihrer toxischen Beziehung zu Kurt und damit wie es überhaupt so weit kommen konnte, dass sie mit einem ernsthaften Drogenproblem in der Klinik landete.

Ich war mir nach Ansicht von Cover und Klappentext nicht ganz sicher wie gut mir das Buch gefallen würde, da es doch ein bisschen so aussah als könnte es sich dabei um so eine Art Luxus-Seifenoper-Geschichte (im Stile von amerikanischen TV-Soap-Operas) handeln, die potentiell kitschig sein könnte.
Allerdings wurde ich dann mehr als positiv überrascht. Lexi ist trotz ihrer Schwierigkeiten und Privilegien doch eine überwiegend sympathische Hauptfigur, die ihre Geschichte mit viel Ironie und Witz in der Ich-Perspektive erzählt. Und das Buch findet einen guten Mittelweg darin wirklich ernsthafte Themen zu behandeln und trotzdem einen hohen Unterhaltungswert und viel Lockerheit und Leichtigkeit zu besitzen. Auch der Schreibstil ist durchweg mitreissend und auf einem hohen Niveau.
Natürlich darf auch die für einen Young Adult Roman obligatorische Liebesgeschichte nicht fehlen, die aber nicht zu sehr dominiert und auch durchaus gut zur Handlung passt.

Es gab einige wenige Stellen, die ich trotzdem etwas zu kitschig fand, so gibt es zum Beispiel auf der Insel auch einen Pferdestall für die Patienten und klischeehafterweise trifft Lexi dort auf einen verwilderten großes schwarzen Wallach namens Storm (kicher), der sich nicht zähmen lässt, woraufhin sie natürlich die Sache in die Hand nimmt und eine besondere Beziehung zu ihm aufbaut und so weiter und so fort, …was definitiv zu Wendy/Ostwind-mäßig rüberkam und auch gar nicht so recht zum Rest des Buches passen wollte (zumal einige Dinge erfahrenen Pferdeleute fachlich irritieren werden, so ist der gute Storm ein hoffnungsloser Fall, weil er „schon“ 3 Jahre alt ist und immer noch nicht geritten werden kann). Das wirft wirklich die Frage auf, warum es keine Autoren von Teenie Romanen gibt, die es schaffen über Pferde zu schreiben ohne völlig verkitscht und unrealistisch zu werden (die letzten guten Jugendromane in denen Pferde einigermaßen realistisch dargestellt werden stammen vermutlich noch aus den 80ern wie z.B. „Britta und ihre Pferde“ oder „Bille und Zottel“), weswegen man als Reiter bei Pferdebüchern und -filmen eigentlich immer nur schreiend die Flucht ergreifen kann. Da das Pferdethema im Buch allerdings nur ca. 5% der Zeit überhaupt vorkommt, kann man über diese Kleinigkeit gut hinwegsehen.

Davon mal abgesehen fand ich das Buch wirklich sehr gut und sehr kurzweilig und unterhaltsam. Vom Schreibstil ist es definitiv auch für Erwachsene gut geeignet.

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Jugendbuch-Lesetipp: „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“

„Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ spielt in den 80er Jahren. Die Hauptfigur ist die 15-jährige June Elbus. June hat nicht viele Freunde und auch mit ihrer 16-jährigen Schwester Greta versteht sie sich nicht mehr so gut wie als beide kleine Kinder waren und beide unzertrennlich schienen. Im Mittelpunkt des Buches steht Junes Verhältnis zu ihrem Patenonkel Finn, einem erfolgreichen New Yorker Künstler, der allerdings an AIDS erkrankt ist.  June vergöttert ihn und verbringt sehr viel Zeit mit ihm.

Das Buch beginnt gegen Ende von Finns Krankheit, als er es sich zur Aufgabe gemacht hat ein Portrait von June und Greta zu malen, einmal wöchentlich besuchen June und Greta Finn um ihm Modell zu sitzen (wobei Greta wenig Lust dazu hat). Nach Finns unausweichlichem Tod sieht June bei seiner Beerdigung einen jungen Mann, den alle Familienmitglieder außer ihr zu kennen scheinen und auf den ihre Mutter sehr allergisch reagiert…kurze Zeit nach der Beerdigung erhält June einen Brief von Toby, dem jungen Mann, der wie es sich rausstellt Finns Lebensgefährte war. Toby möchte sie sie treffen. June kann nicht verstehen, warum sie als Einzige in der Familie anscheinend nichts von ihm wusste (obwohl allen bekannt war, dass Finn schwul ist)…

Der Rest des Buches beschäftigt sich mit der Beziehung von June und Toby, mit der schwierigen Beziehung zwischen June und Greta und deren Eltern. Dabei gibt es keine groß aufregenden Handlungsstränge, das Buch lebt von der Aufarbeitung der Gefühle der Protagonisten, erst gegen Ende entwickelt auch die Handlung etwas mehr Dramatik. Mir hat aber gerade das an dem Buch gut gefallen, man taucht ganz in Junes Gefühlswelt ein und auch Greta ist ein komplexer und widersprüchlicher Charakter, den man aber nur aus der Außensicht kennenlernt. June hat mir als Hauptcharakter sehr gut gefallen, einerseits wirkt sie intelligent und sehr reif für ihr Alter, andererseits merkt man in manchen Situationen, dass sie doch noch sehr kindlich denkt. Als zentrales Thema des Buches würde ich Eifersucht ausmachen und wie diese das Verhältnis und Handeln der verschiedenen Personen des Buches beeinflusst. Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen und auch das Thema sticht aus dem Repertoire typischer Jugendbücher heraus. Für mich ein sehr gutes Buches für jeden der gefühlvolle Jugendbücher mit eher ruhigem Erzähltempo mag.

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Lesetipp: „Mädchenmeute“ von Kirsten Fuchs

„Mädchenmeute“ von Kirsten Fuchs ist ein Jugendbuch, das mit einer interessanten Grundidee aufwartet. 7 junge Mädchen im Alter zwischen 13 und ca. 17 melden sich in den Sommerferien mehr oder weniger motiviert für ein Abenteuer-„Überlebenstraining“-Camp in der freien Natur an. Die Haupt-Protagonistin ist die 15-jährige Charlotte aus deren Sicht die Erlebnisse erzählt werden, sie ist sehr schüchern und wird schnell rot und sagt deswegen meist lieber gar nichts. Die anderen 6 Mädchen machen einen eher unkonventionellen Eindruck auf Charlotte und sind eine bunt gemischte Truppe. Noch merkwürdiger aber wirken die beiden Organisatoren des Sommer-Camps und so kommt es nach einigen merkwürdigen Begebenheiten dazu, dass die 7 Mädchen auf eigene Faust aus dem Camp flüchten und sich stattdessen im Erzgebirge für einen ganz „eigenen“ Abenteuerurlaub in einer Höhle im Wald einnisten, die eines der Mädchen aus ihrer Kindheit kennt.

Der Anfang des Buches hat mir wirklich super gefallen, die Erlebnisse rund um den Einzug in das eigentliche Camp sind super beschrieben und auch einfach unheimlich komisch und skurril. Auch Charlotte ist eine sehr sympathische Hauptfigur und der Schreibstil, der ihre kreative Gedankenwelt wiedergibt hat mir sehr gut gefallen. Trotzdem hat das Buch für mich nach dem starken Start etwas nachgelassen, denn in weiten Teilen der Mitte passiert einfach relativ wenig und auch die Geschichte am Ende ist zwar geheimnisvoll, aber dann doch irgendwie nicht soooo mitreißend, wie sie hätte sein können. Außerdem fand ich einige Charaktere des Buches sehr stark beschrieben und charakterisiert, ein bis zwei Mädchen der Gruppe bleiben aber so blass, dass ich mir kein wirkliches Bild von ihnen machen konnte (dass „Rike“ existiert vergaß ich quasi immer völlig, bis ihr Name mal wieder erwähnt wurde). Spannend hingegen fand ich das Setting im Erzgebirge und die vielen lokalkoloritischen und auch historischen Infos zu der Region, die ins Buch eingewoben wurde, denn darüber weiß man als West-Deutsche meist eher wenig.

Insgesamt fand ich das Buch unterhaltsam und nett zu lesen und es ist definitiv auch stilistisch und inhaltlich mal etwas ganz anderes, aber zu einem richtig herausragenden Buch hat mir doch ein Quentchen Spannung gefehlt.