Reisen

Impressionen aus Slowenien – Tag 7 und 8

Am Freitag hatten wir ursprünglich geplant nochmal an den Bleder See zu fahren und dort eine Wanderung in die Vintgar Klamm zu machen. Allerdings schlug dann (wie fast überall in Europa) am Freitag morgen das Wetter rapide um (am Vortag waren wir noch bei 30 Grad in der Sonne unterwegs 😀 ), so dass wir für die letzten 2 Tage ein etwas kulturelleres Ersatzprogramm starteten 😉

Für den Freitag hatten wir uns vorgenommen, dass Museum der Zeitgeschichte zu besuchen, da die kleine Ausstellung zur Geschichte der Burg in Slowenien uns auch schon sehr gut gefallen hatte. Der Regen kam dann auch so pünktlich, dass wir im strömenden Regen zum Museum unterwegs waren (erinnerte mich an ein ähnliches Erlebnis in Dresden vor ein paar Jahren :-P).

Nachdem wir das im Tivoli Park gelegene Museum gefunden hatte, wurde es glücklicherweise etwas trockener…

Das Museum hat mir gut gefallen, es behandelte die Jahre 1914 bis heute und da Slowenien in diesem Zeitraum eine sehr wechselhafte Geschichte hatte (unser Reiseführer Andrej erzählte uns am Vortag, dass sein Großvater – wie natürlich Viele in dieser Generation – in 4 verschiedenen Systemen gelebt hätte, zuerst Habsburgmonarchie, dann Faschismus unter Mussolini, dann Sozialismus im ehem. Yugoslawien und zuletzt ab 1991 die Demokratie als eigenständiger Staat). So ließen sich die Auswirkungen dieser Geschichte im kleinen aber informativen Museum gut nachvollziehen. Zur Auflockerung gab es am Anfang der Ausstellung ein Zimmer mit fotografischen und filmischen Eindrücken von Slowenischem Urlaubsleben der letzten Jahrzehnte.

Nach dem Museumsbesuch hatte es tatsächlich mal aufgehört zu regnen und wir konnten noch einen Schlenker durch den Tivoli Park machen.

 

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Tivoli Park

Nach einer Stärkung mit Apfelstrudel und einer wortwörtlichen „Heißen Schokolade“ (die wirklich aus geschmolzener Schokolade bestand 😀 ), gab’s noch eine kleine Shopping Tour und abends war das Wetter immerhin brauchbar genug, dass wir noch mal im Freien essen konnten.

Den Samstag hatten wir dann der modernen Kunst gewidmet, durch einen Besuch der beiden modernen Kunstmuseen in Ljubljana, dem „Museum of Modern Art“, in dem vor allem moderne Bilder von slowenischen Künstlern ausgestellt sind und dem „Museum of Contemporary Art“, das vor allem Installationen, Informationen über vergangene Kunst-Aktionen und Sonderausstellung zu einzelnen Künstlern oder Gruppen zeigt.

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Im „Museum of Modern Art“

Im Museum of Modern Art hat mir besonders gefallen, dass im zweiten Museumsteil auch auf historische Ereignisse (vor allem die Zeit rund um den Krieg in Yugoslawien und den 10-tägigen Unabhängigkeitskrieg von Slowenien) und aktuelle Ereignisse (wie die Flüchtlingskrise) Bezug genommen wurde, so dass hier ein Bogen von Kunst zu Politik gespannt wurde.

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Im „Museum of Contemporary Art“ hat mich vor allem die Sonderausstellung zu den „Women in Black“ beeindruckt, dabei handelt es sich um eine feministische Anti-militärische Friedensorganisation. Die Ausstellungen zeigte Informationen über zahlreiche Demonstrationen und Aktionen im ehemaligen Yugoslawien und Slowenien und erinnerte vor allem eindrücklich und beklemmend an den Völkermord in Srebrenica.

Abends ließen wir den Urlaub dann nochmal (ebenfalls draußen sitzend, schon allein da Ljubljana touristisch nicht wirklich auf viele Indoor-Restaurantbesucher eingestellt ist 😉  ) am Fluß ausklingen und hatten beide Lust auf ziemlich dekadente gefüllte Crêpes, S. hatte einen namens „Schwarzwald“ und ich entschied mich für den Crepe „Kinder“, der entsprechend leicht mit einer Schicht Nutella und einer Schicht Milchcreme befüllt war (und vorsorglich auch noch zusätzlich mit Schokosauce bedeckt war)…gesund Essen kann man ja zuhause 😛

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Impressionen aus Slowenien – Tag 6

Am Donnerstag stand unser nächster gebuchter Tagesausflug auf dem Programm, diesmal ein Ausflug an die Küste, der den Besuch von Städten in gleich 3 Ländern umfasste: ein kleines Hügeldorf in Kroatien, Piran in Slowenien und Trieste in Italien.

Bei diesem Ausflug wurde unsre „Sorge“ wahr, dass wir mit dem Tourguide sein würden 😀 (Sorge, weil wir beide nicht unbedingt Lust hatten, ständig Smalltalk zu machen, aber das war sowieso unbegründet, da unser Fahrer Andrej uns zwar auf der Fahrt und am Beginn der Stadtbesuche mit nützlichen und wissenswerten Infos versorgte uns dann aber immer genug Zeit liess, die Städte auf eigene Faust anzuschauen. Es war also mehr so als hätten wir unseren eigenen Fahrer dabei).

Wir fuhren also zuerst nach Kroatien (da Kroatien nicht im Schengen-Raum ist, mussten wir auf Hin- und Rückfahrt ca. 20 Minuten an der Grenze warten) und besuchten das Hügeldorf Groznjan in der Region Istrien.

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Der Ziegenbock (siehe Fenster) ist das Wappentier der Region Istrien

 

Das Dorf hat heute ganze 736 Einwohner und war wie viele ähnliche Dörfer nach dem 2. Weltkrieg quasi verlassen, weil die italienische Bevölkerung nach dem Anschluss an Yugoslawien massenhaft emigrierte und wurde aber in den 60er Jahren durch die Umwandlung in ein Künstlerkolonie „wiederbelebt“.

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Die Gassen von Groznjan

 

Heute lebt das Dorf sicherlich primär von Tourismus und von künstlerischen Veranstaltungen wie einem jährlichen Jazz-Festival.

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Blick von Grosnjan

 

Anschließend ging es nach Piran, einem von nur 3 slowenischen Städten an der nur 47-km langen Küste (auch das einzigen touristische Bade-Ressort in Slowenien bekamen wir auf dem Weg dorthin zu sehen, genauso wie die Salinen zum Salzabbau).

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Piran – auf den Kirchturm im Hintergrund sind wir gestiegen

 

Piran ist wirklich ein wunderschönes Küstenstädtchen und wäre sicher ein toller Ort für einen etwas längeren Urlaub (nur richtige Badestrände gibt es dort nicht, aber dafür läge ja das Baderessort quasi direkt daneben).

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Wir stärkten uns erst mal mit einem Mittagessen mit Blick aufs Meer und stiegen dann trotz der immensen Hitze auf den Aussichtsturm der kleinen Kirche, was sich absolut lohnte.

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Blick über Piran

 

Für mich war Piran definitiv eines der Highlights des gesamten Urlaubs.

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Rundumblick vom Kirchturm

 

Zuletzt gab es noch einen Stop in Trieste (der Besuch von 3 Städten an einem Tag klingt zwar viel, aber da alles so nahe beisammen liegt, hielt sich die Reisezeit trotz Grenze sehr im Rahmen und es blieb genug Zeit für die Stadtbesuche).

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in Trieste

 

Dort gönnten wir uns auf Tipp von Andrej ein sehr gutes Eis und schlenderten etwas durch die Stadt und die Hafengegend.

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Trieste ist aber im Gegensatz zu den anderen beiden Orten sicherlich zu groß, um sich in kurzer Zeit einen richtigen Eindruck zu verschaffen.

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am Hafen

 

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Impressionen aus Slowenien – Tag 5

Am Mittwoch liessen wir es nach 2 Tagesausflügen mal wieder etwas ruhiger angehen und hatten uns ursprünglich für diesen Tag nur einen Besuch auf der Burg von Ljubljana vorgenommen.

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Die Burg ist schon einige Jahrhunderte alt, wurde aber immer wieder modernisiert und renoviert und immer wieder unterschiedlich genutzt (als Wohnungsnot herrschte, gab es dort sogar mal Wohnungen). Heute wird die Burg teils für Kulturveranstaltungen, als Museum und natürlich als Ausflugsziel benutzt.

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Innenraum der Burg

 

Wir benutzten an diesem Tag die relativ neue Seilbahn, da wir ja schon am Ankunftstag zur Burg hochgelaufen waren 😉

Zuerst besuchten wir die zahlreichen Aussstellungen und Museen, es gab einerseits eine Ausstellung zu der architektonischen Entwicklung der Burg, zur wechselhaften und turbulente Geschichte Sloweniens, sowie den ehemaligen Kerker vom 1. Weltkrieg, als die Burg für Kriegsgefangene benutzt wurde und eine kleine Kapelle. Außerdem gibt es auf der Burg noch ein Puppenspiel-Museum. Ich bin ja eigentlich überhaupt kein Fan von Puppen (wobei ich die Augsburger Puppenkiste teilweise auch mag), aber das Museum fand ich wirklich toll und die gezeigten Puppen und Ausschnitte aus Puppenspielen waren teilweise auch wirklich sehr faszinierend.

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Puppen inkl. Grusel-Clown

Außerdem war es ein Museum „zum Anfassen“, wo man auch einige Handpuppen selbst ausprobieren konnte.

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Karlsson vom Dach

 

 

Zuletzt stiegen wir noch auf den Aufsichtsturm, der als so ziemlich Einziger, tatsächlich einen Ausblick über ganz Ljubljana bot (die ganzen natürlich Berge und Hügel waren nämlich immer zu stark mit Bäumen und Büschen bewachsen 😀 ).

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Blick über Ljubljana

 

Nach dem Besuch der Burg, liefen wir noch kurz zu dem zur Burg gehörigen Weinberg und machten danach noch einen kleinen Stadtbummel (mit der obligatorischen Eispause).

Eigentlich hatten wir uns vorgenommen am Ende der Woche noch eine kleine Stadtführung in Ljubljana mitzumachen. Da die Wettervorhersage für das Ende der Woche aber ziemlich durchwachsen aussah, entschlossen wir uns spontan dafür das noch am heutigen Tag zu machen. Zusammen mit 2 anderen Deutschen und 2 Italienern ging es also zur Nationalgallerie, wo der Guide uns einige der bekanntesten Werke zeigte und durch Altstadt und Botschaftsviertel. Besonders interessant fand ich den Besuch der Nikolaikirche wo 2 Kirchentüren extra für den Besuch des letzten Papstes neu gestaltet worden waren. Das sind Details, die man ohne eine Führung doch eher übersieht. Insgeamt war die 2-stündige Tour eine sehr kurzweilige Angelegenheit, die auch nicht besonders teuer war.

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Am Fluß

 

Abends aßen wir in einer Bar, die laut Speisekarte „Fusion Kitchen“ anbot, eine etwas ambitionierte Beschreibung dafür, dass das kulinarische Angebot aus der zugegebermaßen sehr willkürlichen Kombination aus entweder mexikanisch oder gefüllte Crepes aller Art bestand 😀

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Impressionen aus Slowenien – Tag 4

Am vierten Tag hatten wir einen Tagesausflug in die Berge, genauer gesagt zum Fluß Soca, gebucht. Die Tourgruppe erwies sich dabei als angenehm klein, nur wir, unser Guide Luca, sowie eine 4-köpfige Familie aus Colorada.

Die Fahrt ging zuerst von Ljubljana ins relativ bekannte Skigebiet „Kransjka Gora“, das auf mich einen gemütlichen Eindruck machte. Generell ist die Bergwelt in Slowenien beeindruckend und gleichzeitig, aber auch charmant, da alles ein paar Nummern kleiner wirkt als zum Beispiel in Österreich.

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in Kransjka Gora

Schnell stellen wir fest, dass in den Bergen Slowenien 90% der anderen Touristen Deutsche zu sein schienen (und ein paar Österreicher natürlich auch). Ebenso stellen wir fest, dass grundsätzliches JEDES Gewässer in den Bergen zum Baden genutzt wird, trotz kuscheliger Wassertemperatur von gefühlt 15 Grad 😀

Unsre Fahrt führten uns dann über den längsten Pass von Slowenien, wo wir auch eine kleine russische Kapelle besuchten, die als Gedenken für die russischen Kriegsgefangenen errichtet wurde, die beim Bau dieser Passstraße ums Leben gekommen sind.

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Bergwelt

Da wir als Teil unsres Ausflugs optional Rafting dazu gebucht hatten, war keine Zeit für ein ordentliches Mittagessen, weswegen die Auswahl mitten im kleinen Bergdorf quasi zwischen Döner und Börek bestand (letzteres fand ich ja nicht so übel).

Der nächste Programmpunkt war eine ca. 30 minütige Mini-Wanderung zu einem Wasserfall in einer Höhle (auch dort badeten natürlich Menschen), die viel Spaß gemacht hat und eine passende Abwechslung zum Auto fahren war und einige besonders schöne Blicke auf den wunderschönen Soca Fluß bot (nicht umsonst wird dieser Fluß für die Touristik Werbung „Emerald River“ getauft):

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Danach kam nach dem Besuch eines weiteren Ausichtspunkts der für S. und mich spannende Programmpunkt „Rafting“ (die Familie aus Colorado war Rafting erprobt, kein Wunder bei dem Heimat-Staat). S. hatte Rafting schon immer mal ausprobieren wollen und ich war auch nicht abgeneigt, allerdings stellen wir beide fest, dass wir uns eigentlich nie wirklich damit beschäftigt hatten wie das überhaupt genau geht 😀 Ich hatte deswegen auch etwas Skepsis bezüglich meiner Fähigkeiten im Umgang mit einem Paddel (mit Ruderbooten konnte ich mich als Kind nie so wirklich anfreunden), allerdings ging das Ganze unter Anleitung des Kommando gebenden Guides dann besser als ich erwartet hatte und hat total viel Spaß gemacht (besonders körperlich anstrengend fand ich es auch nicht). Den leuchtend grünen Fluß vom Wasser aus zu sehen, war auch nochmal ein besonders tolles Naturerlebnis und wir fanden uns (mehr oder weniger unter Gruppenzwang 😛 ) mit unsren Neoprenanzügen (meiner war so verschlissen, dass ich vermute, dass er noch die Zeiten des Sozialismus miterlebt hat) schwimmend im Wasser wieder … das war aber eh nicht so schlimm, weil wir es immerhin schafften bei unsrer ersten Rafting Tour das ganze Boot mit Wasser volllaufen zu lassen, wir wären also so oder so nass geworden. Trotz einiger kleinen Turbulenzen fand ich das Rafting echt toll und würde das definitiv nochmal machen.

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Hier wurden laut Guide die Endszenen des Films „Die Chroniken von Narnia“ gedreht

Die Rückfahrt erfolgte dann statt zurück über den Pass durch einen sehr verlassenen Zipfel von Italien bei Travisio (unser Guide versicherte den Amerikanern, die keinen Reisepass dabei hatten und somit eigentlich nicht wirklich einfach durch Italien hätten reisen dürfen, dass er absolut noch nie kontrolliert worden sei, ich hätt mich ja da trotzdem etwas unwohl gefühlt 😀 ), der ein bisschen den Eindruck erweckte man sei aus der Welt gefallen, was aber auch eine ganze eigene Atmosphäre hatte.

Zurück in Slowenien war noch Zeit für einen kurzen Besuch bei der Skiflugschanze in Planica, irgendwann werden S. und ich sicherlich mal alle Skisprung- und Skiflugschanzen der Welt besichtigt haben 😀

Insgesamt fand ich die Tour super und würde solchen geführten Touren in Kleingruppen jederzeit weiterempfehlen (gut, man könnte als Touranbieter vllt. die Info was man alles mitbringen sollte optimieren, denn sowohl die Amerikaner als auch S. und ich waren auf unterschiedliche Art und Weise nicht optimal ausgerüstet, was man durch einige kurze Hinweise in der Tourbeschreibung hätte vermeiden können).

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Impressionen aus Slowenien – Tag 3

Am dritten Tag haben wir das erste Mal einen Ausflug gemacht und zwar nach Bled zum Bleder See. Der Bleder See ist eines der beliebtesten Touristenziele in Slowenien und von Ljubljana gut mit dem Zug zu erreichen (die einstündige Zugfahrt kostete insgesamt für Hin- und Rückfahrt gerade mal ca. 10 Euro). S. und ich waren etwas verwundert, dass es in Slowenien anscheinend nicht möglich ist, irgendwelche Zugtickets an einem Automaten zu kaufen, es scheint tatsächlich nur den guten alten Ticketschalter zu geben. Was insofern ungewöhnlich ist, weil Slowenien ansonsten (ähnliche wie andere kleinere Länder wie Estland) bei der Digitalisierung (z.B. Freies Wifi) eher weiter zu sein scheint als Deutschland. Aber vielleicht lohnen sich in dem kleinen eher überschaulichen Land größere Investionen in dem Bereich nicht.

Da es vom Bahnhof in einem Nebenort von Bled nur 4km zu Fuß zum Bleder See waren, sind wir den Hinweg zum See zu Fuß gegangen.

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Am Bleder See – Die kleine Insel mit der Kirche drauf ist die einzige natürliche Insel in ganz Slowenien

Nach einer Erfrischung in einem Cafe (auf die traditionelle „Bleder Cremeschnitte“ hab ich verzichten, da ich sahnige Kuchen nicht wirklich mag) machten wir uns darum den See zu umrunden, das sind ca. 6 km und somit eher gemütlicher Spaziergang, den man gut in 2 Stunden erledigen kann. Bled scheint bei Engländern sehr beliebt zu sein, denn gefühlt 90% der Touristen schienen Briten zu sein von dem was man hörte. Das war sowieso eine ganz amüsante Erkenntnis, in Ljubljana waren die Touristen recht gleichmäßig gemischt zwischen Briten, Amerikanern, Deutschen und Asiaten…am Bleder See schien es dann nur Briten zu geben und später in den Bergen dann nur Deutsche, daran kann man wohl sehen wie die Interessen in Punkto Bergwandern vs. Flachlandurlaub verteilt sind 😉

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Teile des Rundwegs verlaufen direkt am Seeufer

Beim Rundweg um den See kamen wir auch an Titos ehemaliger Sommerresidenz „Villa Bled“ und dem architektonisch interessanten Pavillon „Belvedere“ vorbei, der zu Zeiten Titos als repräsenatives Teehaus benutzt wurde (deswegen waren darin auch Fotos von Besuchen Willy Brandts und anderere Staatsleuten zu sehen, heute befindet sich dort ein Café).

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Belvedere

Vom Pavillon aus hat man einen sehr schönen Blick über den See.

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Gegen Ende des Rundwegs sind wir nach einer Café-Pause (mit sehr leckerem „Vegan raw cake“) noch zu der oberhalb des Sees gelegenen Burg aufgestiegen, auf eine Besichtigung haben wir aber verzichtet (schließlich wollten wir auch noch die Burg in Ljubljana besichtigen).

Eigentlich hatten wir noch vor nach der Rundwanderung zu der kleinen Insel rüber zu fahren, allerdings fahren die Boote dorthin nur stündlich und das Wetter schwang zum nachmittag um und wurde gewittrig. Auch unsren für einen anderen Tag geplante Wanderung in die Vintgar-Klamm bei Bled mussten wir leider streichen, da an dem Tag ebenfalls starke Gewitter angesagt waren (daraus gelernt: längere Wanderungen bei schönem Wetter lieber gleich machen). Insgesamt ist der Bleder See als Ausflugsziel absolut zu empfehlen, möchte man alles sehen und noch etwas wandern, kann man dort sicherlich gut 2-3 Tage verbringen.

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Impressionen aus Slowenien – Tag 1

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Am Fluß

 

Dieses Jahr habe ich meinen Sommerurlaub (zusammen mit meiner Freundin S.) in Slowenien verbracht. Slowenien hat mich persönlich als Reiseziel besonders angesprochen, da es ein kleines Land ist, das alles besitzt was ich besonders liebe: Berge und Wald 🙂 und dazu sogar auch noch eine Mittelmeerküste, eigentlich also ein Land in dem fast jeder Reisende glücklich werden sollte. Auch über die Hauptstadt Ljubljana habe ich nur Vielversprechendes gehört. Da S. und ich mit dem Flugzeug angereist sind, haben wir uns Ljubljana auch als Basis für Besichtigungen ausgesucht.

Da unser Hinflug schon am Vormittag in Ljubljana ankam, hatten wir schon an unsrem Anreisetag (Samstag, der 26.8.) genug Zeit, um uns einen ersten Eindruck von der Stadt zu verschaffen.

Wir bummelten los in Richtung Altstadt und landeten erst mal in einem alternativ wirkenden Künstlerviertel, um dann Richtung Flußufer zu laufen, wo sich Restaurant, Cafes und Eisdielen aneinander reihen. Der Bereich ist natürlich recht touristisch, aber charmant und lebhaft ohne dabei überlaufen zu wirken. Vom Stil her erinnerte mich die kleine Stadt etwas an eine Mischung aus Salzburg (da auch über Ljubljana eine Burg thront), allerdings mit gefühlt 5000 mehr Restaurants und etwas mediterranerem Flair.

 

Nach einem kurzen Snack und einer erfrischenden Minz-Limo versuchten wir nur so zur Probe den Aufstieg zur Burg, den besichtigen wollten wir die Burg am Anreisetag dann doch nicht gleich, vor allem da es die ersten Tage noch extrem heiß war und wir es deswegen gemütlich angehen ließen.

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Blick auf die Burg vom Kongressplatz (Kongresni trg) aus

 

Stattdessen entschieden wir uns für einen Rundgang auf dem Burghügel, das Tolle an Ljubljana ist, dass man vom Stadtzentrum maximal 5-10 gehen muss, um innerstädtisch im Grünen zu sein.

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Auf dem Burghügel

Wieder zurück in der Stadt ging’s über eine der vielen kleinen Brücken zurück zu unsrem Hotel:

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das Wahrzeichen der Stadt Ljubljana ist der Drache, der hier die Pfeiler einer der vielen Brücken über den Fluß Ljubljanica schmückt

Abends setzten wir uns in eins der gemütlichen (zugegebenermaßen in diesem Fall nicht übermäßig authentisch slowenischen) Restaurants am Flußufer und ließen den ersten Abend ausklingen.