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Buchtipp: „Der Outsider“ von Stephen King

„Der Outsider“ von Stephen King ist sicher kein 100% klassischer Krimi, da er ähnlich wie die Romane der „Mr. Mercedes“ Trilogie auch übernatürliche Elemente enthält. Der Roman spielt überwiegend in Flint City, Oklahoma, einer Kleinstadt in der der College-Professor und Baseballtrainer Terry Maitland beliebt und hochangesehen ist. Um so schockierender ist es als ein kleiner Junge ermordet und verstümmelt aufgefunden wird und gleich diverse Zeugen Terry Maitland eindeutig als Täter identifizieren. Auch forensische Spuren bestätigen seine Täterschaft. Der Polizist Ralph Anderson lässt sich aufgrund der völlig unmissverständlichen Ausgangslage und der Tatsache, dass Terry auch seinen eigenen Sohn trainierte dazu hinreißen Coach Maitland in aller Öffentlichkeit während eines Baseballspiels publikumswirksam zu verhaften, vor den Augen von dessen Frau und der 2 kleinen Töchter.

Um so verwirrender entwickeln sich dann die nächsten Tage für die Ermittler, denn Terry Maitland scheint nicht nur der eindeutige Täter zu sein, sondern gleichzeitig auch noch ein bombensicheres Alibi zu haben. Er war während der Tat auf einem Schriftsteller-Kongress, zusammen mit 3 Kollegen, die bezeugen können, dass er die ganze Zeit vor Ort war und zusätzlich wurde er auch noch zur Tatzeit bei einer Lesung im Publikum gefilmt. Eigentlich eine völlig unmögliche Situation.

Der erste Teil des Romans liest sich wie ein klassischer „Whodunit“ Krimi, der mit einer ziemlich mysteriösen Ausgangslage beginnt. Nachdem die Ereignisse rund um Terry Maitland ein tragisches – wenn auch nicht unerwartetes – Ende nehmen, ist Ralph Anderson um so motivierter Licht in die rational unmöglich scheinenden Ereignisse zu bringen. Zusammen mit Maitlands Anwalt und einem Privatdetektiv, den dieser engagiert hatte, versucht Anderson herauszufinden was wirklich hinter dem Mord steckt. Ab diesem Punkt nimmt das Buch eine Wendung hin zu einem klassischeren Stephen King Roman und als die Ermittlungen das Team aus Flint City heraus führen tritt eine alte Bekannte auf den Plan: Holly Gibney, die schrullige Assistentin des inzwischen verstorbenes Detektives Jim Hodges aus der Mr. Mercedes Trilogie. Der Rest des Buches fühlt sich dann eher wie eine Fortsetzung dieser Reihe an, die „alten“ King Themen wie Freundschaft und Loyalität im Kampf von „Gut“ gegen „Böse“ spielen wieder eine große Rolle und der Schreibstil ist auch wieder klassischer wie man es von Stephen King gewohnt ist.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es weder besonders gruselig, noch besonders Thriller-mäßig spannend ist, sondern trotz der übernatürlichen Elemente ein eher ruhiger Krimi ist.

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