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Young Adult Tipp: „Das Schicksal weiß schon, was es tut“

„Das Schicksal weiß schon, was es tut“ von Brigid Kemmerer ist ein Young Adult Roman, der meine Aufmerksamkeit vor allem durch das schlichte, aber sehr gelungene Cover erlangte. Vom Setup gewinnt das Buch vielleicht keinen Kreativ-Preis, denn im Zentrum steht die Liebesgeschichte zweier an der High School sozial geächteten Teenager (dass zwei Außenseiter oder zwei Nerds sich ineinander verlieben kommt in diesem Genre vermutlich genauso oft vor wie die Variante, dass sich ein Außenseiter in den mega beliebten Cheerleader/Football Star verliebt. Es wäre sicher einmal eine interessante Aufgabe einen Young Adult Roman zu schreiben in dem sich zwei beliebte Teenager ohne Problem ineinander verlieben und das interessant zu gestalten 😉 ).

Die beiden Hauptcharaktere in „Das Schicksal weiß schon, was es tut“ haben aber beide die Besonderheit nicht schon immer an ihrer High School geächtet zu sein, sondern bei beiden liegt der Grund erst relativ kurz in der Vergangenheit. Maegan hat vor ca. einem Jahr bei einem wichtigen SAT-Test betrogen, was dazu führte, dass auch die Tests aller ihrer Mitschüler annuliert und neu geschrieben werden mussten. Entsprechend begeistert sind ihre Mitschüler von Maegan. Rob hingegen wurde in Sippenhaft genommen. Seit Vater hat als Finanzberater mit windigen Betrügereien die halbe Kleinstadt-Community um ihr Geld gebracht. Nachdem er verhaftet wurde, versuchte er Selbstmord zu begehen, scheiterte aber und lebt seit dem pflegebedürftig bei Rob und dessen Mutter, die seitdem auch noch mit Geldproblemen zu kämpfen haben. Und als wäre das noch nicht alles kam Maegans Schwester Samantha gerade schwanger vom College heim, so dass auch bei Maegan der Haussegen schief hängt. In dieser schwierigen Situation lernen Maegan und Rob sich mehr oder wenig unfreiwillig näher kennen, da beide keinen anderen Partner für ein Mathe-Projekt finden und trotz Startschwierigkeiten merken sie bald, dass der andere gar nicht so übel ist…

Die Geschichte wird immer abwechselnd aus Sicht von Rob und Maegan erzählt, die Sprache ist dabei sehr humorvoll und trotzdem feinfühlig und liest sich wunderbar leicht weg. Auch die Chemie zwischen Rob und Maegan stimmt. Interessanterweise gerät die Liebesgeschichte in der 2. Hälfte des Buches eher etwas in den Hintergrund, da die Geschichte rund um Robs Vater einen wichtigeren Teil einnimmt. Dies macht das Buch deutlich weniger vorhersehbar als es am Anfang den Eindruck erwecken mag. Insgesamt hat mich das Buch hervorragend unterhalten, auch wenn man sich eventuell die Geschichte rund um Samanthas Schwangerschaft hätte sparen können, da der Hauptplot denke ich völlig ausgereicht hätte um dem Buch die nötige Tiefe zu verleihen. Das ist aber nur eine Kleinigkeit und tat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch.

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