Bücher

Buch-Tipp: „Das Knistern im All“ von Stefan Lohse

„Das Knistern im All“ von Stefan Lohse ist ein Coming of Age Roman an dem mich auf den ersten Blick das etwas ungewöhnlich gezeichnete Cover angesprochen hat. Im Mittelpunkt des Buches steht Matti, ein privilegierter Teenager aus reichem Hause, der mit seiner psychischen Gesundheit und der Beziehung zu seinen Eltern zu kämpfen hat. Während einer Klassenfahrt hat er Aussetzer an die er sich hinterher nicht mehr erinnern kann und meint am Strand einen Impala zu sehen. Trotz dieser Probleme und eines späteren Klinikaufenthalts kann sich Matti auf seine Freunde verlassen und muss auch noch herausfinden wer seiner Freunde für ihn vielleicht sogar etwas mehr bedeutet…

Der mit 166 Seiten sehr kurz gehaltene Roman hat eher leise Töne zu bieten und ist trotz des nicht ganz leichten Themas trotzdem stellenweise auch sehr lustig und charmant, besonders gut gefallen hat mir die heterogene Klassengemeinschaft und Mattis Freundeskreis, sowie die Entwicklung von Mattis Beziehung zu seiner Mutter.

Trotzdem hatte ich manchmal das Gefühl, dass manche Themen des Buches es verdient gehabt hätten, etwas mehr herausgearbeitet zu werden. Aber auf jeden Fall ein berührender Roman, der zum Nachdenken anregt.

Bücher, Hörbuch

Hörbuch-Tipp: „Teufelsring“ von Frida Skybäck

„Teufelsring“ von Frida Skybäck ist der 4. Teil der schwedischen Krimireihe rund um die Polizistin Fredrika Storm. Ich habe die ersten Bücher der Reihe gelesen und den 4. Teil nun erstmals als Hörbuch gehört, sehr gut gelesen von Tanja Geke, die es schafft sowohl Frauen- als auch Männerstimmen der zahlreichen Charaktere im Buch unterschiedlich und sehr lebensecht zu lesen, ein echter Pluspunkt fürs Hörbuch.

Aber auch der Fall kann überzeugen: vielschichtig, komplex und interessant. Am Anfang des Buches macht eine urlaubende Familie eine schreckliche Entdeckung: ein junger Mann liegt erschlagen in einem Feld.

Es stellt sich heraus, dass Matthias Lindquist der Sohn einer Frau war, die vor 15 Jahren ebenfalls erschlagen wurde und der Täter wurde damals nie gefunden. Hängen die beiden Fälle etwa zusammen? 

Das Buch bietet eine gelungene Mischung aus Ermittlungskrimi, der aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und der Weiterentwicklung der persönlichen Geschichten der beiden Ermittler Frida und Henry. Den Mix aus Krimi und Privatleben der Ermittler finde ich dabei ausgewogen. Der Krimi hat mir auch richtig gut gefallen, mit dem kleinen Wermutstropfen, dass ich als erfahrene Krimi-Leserin den Täter/die Täterin trotz komplexer Handlungsstränge früh korrekt erraten habe. Meinem Hörspaß hat das aber keinen Abbruch getan und ich werde der Reihe auf jeden Fall treu bleiben. 

Bücher

Buch-Tipp: „The Spotlight“ von Nicola Martin

„The Spotlight“ von Nicola Martin ist ein unterhaltsamer Krimi/Thriller aus dem Showbiz-Milieu. Kirby – die Hauptperson –  war früher Drummerin einer kurzzeitig erfolgreichen Girlband. Diese brach auseinander als Hailey – ein Bandmitglied – unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, gerade als die Band versuchte ihr neues Album aufzunehmen. Kirby, die damals schon mit einem Drogenproblem kämpfte und kurzzeitig sogar im Gefängnis landete hat sich Jahre später wieder einigermaßen aufgerappelt und arbeitet auf einem alternativen Outdoor Campingplatz. Doch so ganz kann Kirby die Zeit im Rampenlicht nicht vergessen und als Alice, die damals dritte in der Girlband (die heute unter dem Künstlernamen Silver zu einer Art Taylor Swift der Popwelt im Roman aufgestiegen ist) ihr die Möglichkeit zu einem Vorspielen für ihre anstehende Welttournee bietet, greift Kirby zu und befindet sich bald in die Welt des Showbiz zurückkatapultiert.

Doch zwischen Tourneen und Fan-Hate (hartnäckig hält sich unter Fans das Gerücht, dass Kirby Hailey damals ermordet hat) stellt Kirby bald fest, dass auf Tour so einige verstörende Dinge passieren, die ihre Erinnerungen zurück in die Zeit lenken als Hailey ums Leben kam – genau wie Hailey damals scheint Silver heute auf Tour von einem Stalker verfolgt zu werden. 

Also beginnt Kirby in Gegenwart und Vergangenheit zu wühlen…

Das Buch hat mir gut gefallen, Kirby ist eine unterhaltsame Anti-Heldin mit Ecken und Kanten, das Tourleben und die Musikszene wird sehr glaubwürdig geschildert und macht Spaß, vor allem wenn man selbst gerne auf Konzerte geht. Die Wendungen in der Thriller-Handlung fand ich manchmal etwas dick aufgetragen und sprunghaft, aber insgesamt wirklich gute Unterhaltung.