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Buch-Tipp: „Suki“ von Salih Jamal

„Suki“ von Salih Jamał fiel mir durch das farblich auffällige Cover sofort ins Auge. Das Buch dahinter ist aber gar nicht laut, sondern eine leise und berührende Geschichte über zwei Menschen, die auf der Suche nach Kontakt sind: Suki ist 16 Jahre alt, schon zwei mal sitzen geblieben und sie passt nicht so richtig rein, in ihre Schule, ihre Klasse, ihr Leben…Sie eckt an, hat aber gute Gründe sich abgeschnitten und verlassen zu fühlen. Anna Fischer ist eine von Sukis Lehrerinnen, viel miteinander zu tun haben die beiden eigentlich nicht, außer in Schulstunden in denen Suki nichts beiträgt. 

Kurz vor Weihnachten entsteht durch einen Zufall ein kleiner Kontakt zwischen diesen beiden Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen sehr alleine sind und innerhalb weniger Tage verändert sich das Leben der beiden, wenn auch nur ein kleines bisschen. 

Das Buch erzählt keine große Geschichte, die ganze Handlung passiert innerhalb weniger Tage vor und nach Weihnachten und obwohl die Protagonist:innen eher traurig sind schafft der Autor es viel Wärme und Hoffnung zu verbreiten. In dem Sinne auch ein perfektes Buch für Herbst oder Winter (oder für die gleichen Tage an denen die Handlung spielt). 

Besonders erwähnenswert für mich außerdem das Nachwort, in dem der Autor auf wenigen Seiten eine für mich absolute perfekte Analyse der Belastungen des aktuellen Jahrzehnts formuliert, allein wegen des Nachworts würde ich dieses Buch jedem empfehlen, was aber den Roman an sich keineswegs schmälern soll.