Musik

„Helene Fischer“ von Helene Fischer mit Helene Fischer – Albumrezension Teil 2

Heute möchte ich auch noch die 2. Hälfte des Doppel-Albums „Helene Fischer Deluxe“ rezensieren. Apropos „Deluxe“, das Album gibt es natürlich wie heute üblich in mehreren Versionen, die Standard-Version enthält 18 Songs (ob es sich dabei wirklich um eine gute Auswahl aus den 24 der Deluxe handelt, hab ich noch nicht wirklich betrachtet, ich frag mich immer wer eigentlich noch die Standardversionen kauft, wenn es zu gefühlt jedem Musik-Album heute eine Deluxe Version mit mehr Songs gibt, die kaum mehr kostet).

Außerdem gibt es noch eine „Fanbox“, die zusätzlich noch eine CD mit (deutschsprachigen) Duetten aus den „Helene Fischer Show“ Aufzeichnungen der letzte Jahre enthält, sowie etwas Promotionsmaterial (ein ziemlich billiges Notizbuch mit Helene Foto vorne drauf und 5 große Foto-Prints mit mittelmäßig gelungenen Promo-Fotos).

Wenn man sich alle Songs der Deluxe am Stück durchhört war es für mich so, dass ich fand, dass das Album stark anfängt, in der Mitte einen Durchhänger hat und zum Ende hin wieder stark anzieht. Hört man die beiden CDs getrennt, führt das dazu, dass die erste stark anfängt und dann abflacht und die zweite eher mäßig anfängt und dann zum Ende stark wird. Die Songs der 2. CD erhalten hier natürlich auch wieder eine detaillierte Bewertung inkl. intellektuell tiefgründiger Textinterpretationen 😛

1. „Achterbahn“

Sound: Eine Uptempo Nummer im Dance-Pop-Schlager Gewand, gemischt mit Elektro-Spielereien (inkl. einer Verfremdung von Helenes Stimme im Refrain, ein Effekt der vermutlich Anfang der 1990er innovativ war, aber jetzt schon wieder so retro ist, dass er wieder kommen kann 😀 ). Der Song ist auf eine spielerische Art und Weise süß und gefällt mir deswegen erstaunlich gut (und immer besser je öfter ich ihn höre).

Text: Zwei neu verliebte Liebende genießen das Leben in vollen Zügen und können gemeinsam alles erreichen (fröhlich). Klischee-Highlight: „In meinem Kopf ist eine Achterbahn“

4/5 Sterne

2. „Das volle Programm“

Sound: Als der anlief, stand ich zum Glück grad an einer Ampel und konnte deswegen relativ gefahrlos reflexartig die „Weiter“ Taste drücken als der Refrain losging. Bei dem Song von Bibis Beauty Palace auf Youtube hab ich länger durchgehalten 😛 Um diese Rezension beenden zu können, hab ich den Song aber eisern 1x durchgehört.  Die Strophe klingt nach irgendeinem 08/15 MDR Schlager und der Refrain entweder wie Modern Talking (Urteil einer Freundin) oder Micky Krause (anderer Vorschlag eines Freundes). Leider ist der Micky Krause Vergleich treffender, Modern Talking ginge ja noch. Den Song kann man bestimmt super mitgrölen wenn man am Ballermann schon 8 Eimer Sangria intus hat.

Text: Wenn Du (angesungene Person) so einen grauenhaften Alltag hast und Dein Leben so hasst, dass du Montag morgens um 8:30 schon jeglichen Lebensmut verloren hast, es aber irgendwie schaffst Dich ohne Selbstmord durch den Rest der Woche zu quälen, DANN kann Helene Fischer Dir am Wochende einmal für die 5 Minuten dieses Songs das Gefühl geben, dass Du doch irgendwie lebendig bist und Dein Leben nicht komplett sinnlos (vorausgesetzt Du hast genug Alkohol intus, um den Song gut zu finden, aber wenig genug Alkohol, um noch einen Rest Bewusstsein zu verspüren). Nach diesem aufbauenden Motivations-Konzept für Abgehängte funktionieren übrigens viele Helene Fischer Songs und das ganze Produkt Helene Fischer, aber manchmal wird es ein bisschen subtiler rüber gebracht.

Klischee-Highlight: „Ouh-ouh, hier wird gelebt!“

0/5 Sterne

3. „Ich wollte mich nie mehr verlieben“

Sound: Eine mittlere Uptempo Nummer im Dance-Pop-Schlager Gewand, ohne große Auffälligkeiten, die nicht stört, aber auch nicht wirklich notwendig gewesen wäre.

Text: Die Sängerin wollte sich eigentlich nie mehr verlieben, hat aber ihre Meinung geändert und deswegen: zwei neu verliebte Liebende genießen das Leben in vollen Zügen und können gemeinsam alles erreichen (fröhlich). Klischee-Highlight: „Doch dann hast du unser Leben aufgedreht“ (ist euch schon mal diese Besessenheit von Schlagertexten mit „drehen“ aufgefallen? Erde rückwärts drehen, Erde vorwärts drehen, Glücksrad drehen, Leben aufdrehen, vermutlich gibt es irgendeinen Schlagersong namens „Drehwurm“).

3/5 Sterne

4. „Lieb mich dann“

Sound: Dramatische Ballade, die leise beginnt und kraftvoll endet. Sehr stark gesungen, allerdings gegen Ende mit etwas viel Helene typischem „Schluchzen“ beim Singen (etwas, dass sie sich beim Rest des Albums fast komplett verkniffen hat). Etwas zurückgenommener hätte mir der Song noch besser gefallen, aber er ist auch so sehr gut.

Text: Die Sängerin ist sehr dankbar, dass ihr Partner sie auch liebt, wenn sie echt miese Laune hat und ihn ständig anzickt. Der Song ist natürlich nicht über Helene Fischer, weil die hat ja immer gute Laune. Das ist übrigens der einzige Song an dem Helene auch selbst als Songwriterin beteiligt war (laut Booklet). Erfreulicherweise ist es auch der Song mit dem besten Text, das macht ja Hoffnung für in 20 Jahren oder so, wenn der Hype (vielleicht?!) so abgeflacht ist, dass man künstlerisch mehr wagen kann, ohne kommerzielle Einbuße zu befürchten (weil die dann ja eh schon längst passiert sind).

Klischee-Highlight: „Stark für zwei, du bist stark für zwei“

4/5 Sterne

5. „Die schönste Reise“

Sound: Schmalzige Ballade, die offenbar an ein Kind addressiert ist. Denke für Kinder ist der Song auch gut geeignet. Mir ist das wieder zu Disney.

Text: Liebevoller Erbauungssong für ein geliebtes Kind.

Klischee-Highlight: „Flieg hoch und gib nie auf“

2/5 Sterne

6. „Schmetterling“

Sound: Der Song ist weder besonders schnell, noch besonders langsam, Midtempo Nummer, die für mich etwas vor sich hinplätschert, aber eigentlich gar nicht so schlecht ist (den Halbsatz hab ich für V. aus M. hinzugefügt, damit es positiver klingt).

Text: Aufmunterungssong für Menschen, die grad etwas down sind, inkl. des Verprechens, dass mit Hilfe der Sängerin alles wieder gut wird und Du Dich irgendwann (wieder) in einen Schmetterling verwandeln kannst (irgendwie nehmen in der 2. Hälfte des Albums, die Aufmunterungssongs enorm zu, ob man denkt der Hörer hat das da nötiger als am Anfang?)

Klischee-Highlight: „Aus dem Schatten willst du ans Licht
Glaub mir, du wirst Liebe spüren
Wenn du die Einsamkeit durchbrichst“

3/5 Sterne

7. „Dein Blick“

Sound: Ein echter (schneller) amerikanischer Country Song! Ich liebe Country!! Ergo find ich den natürlich ganz toll. Der Song wurde laut Booklet zuerst auf Englisch geschrieben und dann ins Deutsche übertragen. Ich wollte hier reinschreiben, dass ich die englische Version auch total gerne mal gehört hätte, dass hat sich aber erübrigt, da sich rausgestellt hat, dass der Song 2012 schon für den Soundtrack der Serie „Nashville“ auf Englisch rauskam und zwar unter dem Titel „Telescope“ gesungen von Hayden Panettiere (wußte gar nicht, dass die auch singt). Die englische Version ist auch gut, aber mir gefällt Helenes Version tatsächlich besser (ihre Stimme ist rauchiger), obwohl amerikanischer Country auf Deutsch im ersten Moment etwas ungewohnt klingt. Country passt finde ich übrigens wirklich hervorragend zu Helenes Stimme (genau wie übrigens Swing und ich finde dieser moderne Elektro-Pop ist auch genau das Richtige für sie. Im Schlager fand ich sie oft etwas unterfordert und bei Balladen früher oft zu Musical-esque). Wenn ihr später in ihrer Karriere mal langweilig würde und sie nur aus Spaß ein reines Country Album rausbringen würde (wie es z.B. Cyndi Lauper auch getan hat), dann wäre ich total glücklich 😀

Text: Den Song hab ich schon ca. 10 x durchgehört ohne den Text zu bemerken, die Melodie ist so mitreißend 😛 Nachgucken ergibt: Angesungene Person fängt Sängerin auf wenn das Leben mal wieder zu hektisch ist.

Klischee-Highlight: „Du tanzt die Last von mir! Tanzt die Last von mir!“

5/5 Sterne

8. „Mit jedem Herzschlag“

Sound: „Mit jedem Herzschlag“ wurde ursprünglich auf Englisch (Titel: „Fighter“) für die „Special Olympics 2017“ in Schladming geschrieben, wo Helene den Titel auch bei der Eröffnungs- und Schlussfeier gesungen hat. Für ihr Album wurde der Song (mit verändertem Text) ins Deutsche übertragen. Mir haben beide Versionen gut gefallen, die Deutsche aber tatsächlich etwas mehr, da der Deutsche Text etwas erwachsener daher kommt und der Song deswegen nicht so sehr nach Disney-Pop-Hymne klingt. Es handelt sich um eine kraftvolle Power-Ballade mit internationalem Sound.

Text: Du kannst alles erreichen, wenn Du nur daran glaubst und kämpfst. Tschakka! (sag ja, Erbauungslieder stark im Trend auf CD 2, vielleicht liegt das auch daran, dass man auf CD1 gefühlt 10x mit der Botschaft beschallt wird dass die Sängerin mit ihrem perfekten Seelenpartner das Leben in vollen Zügen genießt und bis ans Ende aller Tage – oder zumindest bis zum Tod – in Glückseligkeit dahinlebt, während dem Traumpaar sowieso die ganze Welt offen steht. Otto Normalhörer wird nach dem 10. Song realisieren, dass er selbst nur stinknormale Beziehungen hat, mit nervigem Alltagszeugs, Trennungen, Streit und so weiter und deswegen in eine tiefe Depression verfallen, wo dann glücklicherweise Helene Fischer mit erquicklichen Erbauungsliedern zur Rettung eilt und ihm neuen Lebensmut verleiht ❤  )

Klischee-Highlight: „Das Leuchten im Blick und dem Glück auf den Fersen“

5/5 Sterne

9. „Sowieso“

Sound: Pop-Schlager mit starkem Party-Beat, der etwas an die Uptempo Nummern von „Farbenspiel“ erinnert (eigentlich der einzige Song, der mich stilistisch an das Vorgängeralbum erinnert. Der Song ist eigentlich total albern und etwas geschmacklos, fetzt aber und macht total gute Laune, weswegen er trotzdem einer meiner Lieblinge auf dem Album ist.

Text: Nachdem die Sängerin ca. 14 Songs darüber gesungen hat wie sie mit ihrem perfekten Seelenpartner das Leben in vollen Zügen genießt und bis ans Ende aller Tage – oder zumindest bis zum Tod – in Glückseligkeit dahin lebt, kann sie es echt nicht mehr hören und flüchtet sich in den coolsten Club der Stadt, wo sie den nächstbesten heißen Kerl aufreißt um mit ihm für einen One Night Stand ins Bett zu hüpfen. Kann man ja nun auch irgendwie nachvollziehen. Textueller Highlight hierbei der Satz „Ich sage Nein und meine Ja“ bei dem Alice Schwarzer und alle Aktivisten des „Nein heißt Nein“ Paragraphen vor Schreck das Blut in den Adern gefriert und der beweist, dass an dem Album doch noch einige Alt-Schlager-Muftis mitgeschrieben haben (alternativ ist es wirklich so, dass Helene wie Pressetexten zu entnehmen ist am Entstehungsprozess jeden Songs – es waren angeblich  (laut BILD) übrigens derer 1000 in der Auswahl! – von Anfang bis Ende intensiv dabei war und jeder einzelne Song ihr Innerstes wiederspiegelt. Übrigens find ich dafür, dass das die besten 24 aus 1000 Songs sein sollen, die wenigen schwachen Songs dann doch erstaunlich schwach, deswegen an dieser Stelle mein Beileid an die mir unbekannten Menschen die tatsächlich alle 1000 Songs angehört haben).

Klischee-Highlight: „Im coolsten Club dieser Stadt, und die Luft ist so heiß, das kleine Schwarze auf der Haut“

5/5 Sterne

10. „Genau mein Ding“

Sound: Pop-Schlager von mittlerem Tempo ohne besondere Merkmale.

Text: Musste ich nachschlagen. So arg ist mir der Song in Erinnerung geblieben. Auch Betrachten des Textes im Booklet führt nicht zu wirklicher inhaltlicher Erkenntnis. Ich glaub glücklich sein ist genau ihr Ding, am Liebsten mit dem perfekten Seelenpartner.

Klischee-Highlight: „Im Raumschiff der Träume ne Runde drehen“

2/5 Sterne

11. „Weil Liebe nie zerbricht“

Sound: Melancholische Ballade mit leisen Tönen, sehr gefühlvoll und zart. Auch ein sehr starker Song, der höchstens etwas daran leidet, dass vorher schon einige vergleichbare Songs auf dem Album Eindruck gemacht haben. Trotzdem ist auch dieser einer der Highlights unter den Balladen.

Text: Liebeserklärung an eine geliebten Seelenpartner, der offenbar schon tot ist.

Klischee-Highlight: „Ich fühl den Wind in meinem Haar“

4/5 Sterne

12. „Adieu“

Sound: Ein altmodischer melancholischer klassischer Chanson mit dem Flair von französischer Straßenmusik, wunderschön und sehr berührend.

Text: Dieser Song hat bei hysterisch veranlagten Helene Fans bei Ankündigung der Songliste zu leichten Panikattacken geführt, da sie sich textlich darunter wohl etwas vorstellten wie: „Nun verlass ich die Bühne und leg mich für den Rest meines Lebens mit den Milliönchen, die ihr für meine Produkte ausgegeben habt unter ne Palme und genieß die Sonne, Tschö ihr anhänglichen Ultras, Goodbye, Arrividerci und Adieu!“. Glücklicherweise geht’s aber nur um ne Frau in Paris, die eine melancholische Ode an ihren verstorbenen Geliebten singt (sterben tun auf dem Album schon ganz schön viele). Puh, was eine Erleichterung!

Adieu ist für mich definitiv einer der stärksten Songs auf dem Album, der mich persönlich musikalisch und inhaltlich am Meisten berührt hat (hatte beim ersten Hören im Auto sogar Gänsehaut). Grund dafür ist glaube ich auch, dass es der einzige Song ist, wo die Sängerin offen und unverstellt als Erzählerin einer Geschichte auftritt. Für mich macht das die Gefühle um so echter. Normalerweise funktionieren die Texte auf der CD primär dadurch, dass sie als Projektionsfläche für Gefühle des Zuhörers dienen und eine persönliche Beziehung zum Hörer aufbauen, jeder soll und kann die Situationen der Texte auf eigene Lebenssituationen und Gefühle übertragen (das war übrigens auf „Farbenspiel“ nicht so extrem deutlich merkbar), durch Wortwahl und die Art und Wiese wie die Texte aufgebaut sind werden Knöpfe beim Zuhörer gedrückt, die Gefühle auslösen (ähnlich wie in Disneyfilmen wenn Simbas Papa stirbt 😛 ). Nach 15x kann einem das aber ein bisschen auf den Keks gehen und bei mir bewirkt es irgendwie das Gegenteil. Wobei es bei den Uptempo Nummern nicht stört, weil die Texte da eh egal sind 😉 Bei Adieu ist die Geschichte aber zu speziell und funktioniert einfach für sich selbst, für mich deshalb einfach perfekt und wunderschön.

Klischee-Highlight: „Der Sommer hat die Koffer gepackt“

5/5 Sterne

Fazit

Kurzversion

Geiles Album mit ein paar kleinen Schwächen, die nicht ins Gewicht fallen, weil das Album für alle Bedürfnisse das Richtige bietet.

Langversion

Für mich ist „Helene Fischer“ eine deutliche Verbesserung zu „Farbenspiel“, wobei „Farbenspiel“ durchaus ein gelungenes Album war und als abgeschlossenes Musikalbum vermutlich sogar kohärenter daher kommt, da es einen kompakten Umfang hat und einen klar erkennbaren Stil.

„Helene Fischer“ ist mehr wie ein Musik-Potpourri, nicht wie ein in sich abgeschlossenes Album, ca. 1/3 moderner Elektro-Pop zum Abtanzen, 1/3 moderner Pop-Schlager von guter Qualität und ein paar Alt-Schlager und Party-Schlager für die ursprüngliche Fanbase. Wie meist bei Helene Fischer also der ultimative Griff zur Massenkompatibilität (verbunden mit einem Marketing-Konzept und Image was einem selbst als Fan gewaltig auf den Keks gehen kann 😀 ), was aber nichts dran ändert, dass Vieles auf „Helene Fischer“ wirklich eine tolle Weiterentwicklung darstellt, noch dazu in eine Richtung, die genau meinen Geschmack trifft und die Helene super steht. Man fragt sich als Fan manchmal wo sich das Ganze noch hinentwickeln soll und wie lange man diesen Spagat die Bedürfnisse aller mehr als unterschiedlichen Fans gleichzeitig zu befriedigen noch durchhalten kann und will (und wie man aus dem Konzept jemals herauskommen will, falls man es man mal nicht mehr möchte), aber für den Moment funktioniert das Konzept „Helene Fischer“ immer noch ganz hervorragend und die Zukunft bleibt spannend. Für mich ist Helene Fischer perfekte Unterhaltung (Helene ist sozusagen das „Amazon“ der Musik, es gibt dort alles und es ist richtig geil), die mir nur NOCH mehr Spaß machen würde, wenn man auch marketingtechnisch etwas offener damit umginge, das man einfach nur ein geniales Entertainment-Produkt verkauft 😉 Wenn man bei Starbucks einen Iced Caramel Mocha Frappucino mit  Smarties Topping und Einhornglitzerbecher bestellt, kann man das ja auch einfach genießen ohne das jemand darauf besteht das ist Kaffee 😀 (der Vergleich ist extra für Doris M. aus W.).

Zum Abschluss noch ein Eindruck vom neuen Album, von der ESC-After Show Party aus der ARD Mediathek (lässt sich leider nur noch bis 21.05. abrufen):

http://www.ardmediathek.de/tv/Eurovision-Song-Contest/Helene-Fischer-Herzbeben/Das-Erste/Video?bcastId=9525092&documentId=42813962

Musik

Album – Rezension – „Helene Fischer“ von „Helene Fischer“ – Teil 1

Normalerweise rezensiere ich ja nur Bücher und nur ganz selten mal Musik, aber beim neuen Album von Deutschlands Queen of Pop/Schlager/Schlager-Pop/Wer weiß was sonst noch alles mache sogar ich mal eine Ausnahme.

Von Helenes bisherigen Studio-Alben (es sind derer schon 7, wenn man das Weihnachts-Album mitzählt) besitze ich nur die letzten 3 (in die ersten 4 habe ich bei Amazon Prime Music mal reingehört, was durchschnittlich ca. 10 Minuten gedauert hat und mit viel panikartigem „Weiter“ klicken verbunden war 😀 ). Wobei durchaus auch einzelne gute Songs drauf sind, die aber qualitativ so billig produziert klingen, als ob ich sie selber mit irgendeiner Programmtaste meines 80 Euro Keyboards eingespielt hätte, weswegen auch die guten Songs in der Studioversion nicht brauchbar waren.

Helenes drittletztes Album „Für einen Tag“ habe ich mal gekauft, aber dann für völlig unhörbar empfunden (hat aber ein hübsches Design). „Farbenspiel“ ist vom Inhalt schon sehr sehr gut, ich mag gut 2/3 der Songs drauf wirklich, klingt in der Studioversion aber immer noch zu Synthesizer mäßig (ich habe es aber ca. 3x gehört!) und „Weihnachten“ ist wirklich toll, aus anlassbedingten Gründen aber nur knapp 2 Monate im Jahr anhörbar. Ergo habe ich bisher fast ausschließlich die Live-Alben gehört, die wirklich erstklassig sind.

Da es von dem neuen Album aber logischerweise erst in vielen Monaten ein Live-Album geben wird, hab ich gespannt darauf gehofft, dass man diesmal bitte bitte schon die Studioversion anhören kann und wurde glücklicherweise nicht enttäuscht. Denn das Album ist vom Sound wirklich klasse und auch vom Inhalt zum größten Teil sehr überzeugend.

Allerdings ist es auch sehr sehr lang, in der Standardversion sind 18 Songs drauf, bei der Deluxe Version handelt es sich sogar um eine Doppel CD mit 24 Songs. Wenn man sich jetzt fragt, ob das nicht ein bisschen viel ist, dann ist das wohl berechtigt, allerdings ist zu bedenken, dass Helenes Plattenfirma und Management vor dem neuen Album vor der undankbaren Aufgabe stand, Helenes heterogene Fanbase zu befriedigen, was heißt man muss Leute glücklich machen, die mit Begeisterung SWR4 hören und Leute, die fast gegen eine Leitplanke fahren, wenn sie beim Radiosender suchen ausversehen SWR4 erwischen. Das könnte man nun natürlich theoretisch lösen, in dem man eine Entscheidung trifft, für einen Musik-Stil und einen roten Faden und sagt „die Leute, denen das nicht gefällt, auf die verzichten wir“ (je nach Entscheidung wäre das die eine oder die andere Hälfte der Fanbase). Das wäre aber neoliberal kapitalistisch gesehen gar nicht von Vorteil, weswegen man sich dafür entschieden hat, einfach für jeden passende Songs aufs Album zu packen, so dass für jeden was dabei ist (und jeder ca. ein Drittel der Songs halt in einen Unterordner namens „SWR 4 Schlager“ oder „blöder Pop Scheiß“ verschieben muss (die „Mitte“ der Songs sind für beide Zielgruppen anhörbar, nur die Extreme nicht).

Aus diesem Grund ist diese Rezension auch auf 2 Blogeinträge eingeteilt, hier für wirklich Interessierte die Rezension pro Song, inkl. tiefgründiger Textinterpretationen und Bewertung:

1. „Nur mit Dir“

Sound: Eine Uptempo Nummer im Dance-Pop-Schlager Gewand, die auf den ersten Blick ziemlich durchschnittlich klingt, aber irgendwie so mitreißend ist, dass man sie immer wieder anhören möchte und die deswegen Hit-potential hat.

Text: Zwei Liebende genießen das Leben in vollen Zügen und können gemeinsam alles erreichen (fröhlich). Klischee-Highlight: „Drückst meinen Knopf zum Schleudersitz“

5/5 Sterne

2. „Sonne auf der Haut“

Sound: Klingt wie ein merkwürdiges Musik-Gemisch aus irgendner komischer irischen Folklore am Anfang und billigem Dance-Schlager mit SWR4 Charme, eigentümlicherweise von Kristina Bach geschrieben, die immerhin auch Atemlos hingekriegt hat.

Text: Aneinanderreihung von Schlager-Klischee-Wortfetzen (Sonne, Glück, Freude, Liebe, Licht, Sommer, Leben…), vermutlich von Jim Pandzkos Affen beim  „Menschen Leben Tanzen Welt“ als Abfallprodukt abgefallen. Klischee-Highlight: „Dreh die Welt ins Licht“.

1/5 Sterne

3. „Wenn Du lachst“

Sound: eine ruhige sentimentale Ballade mit Gospel Chor Anklängen am Ende, die dadurch sehr kraftvoll wird. Schön kitschig und für mich eine der beste Balladen auf dem Album

Text: Lachen der adressierten Person erfüllt Sängerin mit Glückseligkeit und noch viel mehr. Klischee-Highlight: „Dann schaltest Du die Sonne ein“

5/5 Sterne

4. „Flieger“

Sound: Kraftvoller Pop-Schlager, der durchaus Hymnen-Potential hat. Für mich eines der stärksten Songs auf dem Album (das schreib ich insgesamt 10 x , weil ich 10 Favoriten habe 😛 )

Text: Zwei Liebende genießen das Leben in vollen Zügen und können gemeinsam alles erreichen (fröhlich). Konkreter Text ist eigentlich total bescheuert, wer hat sich nur diese Flugzeug Allegorie ausgedacht? Einer der Songs der glücklicherweise so gut ist, dass der Text völlig ignoriert werden kann. Klischee-Highlight:  „Am Glücksrad drehen“

5/5 Sterne

5. „Herzbeben“

Sound: geiler Dancefloor Elektro Pop Song zum Abtanzen, bei dem sogar absolute Disco- und Partymuffel (wie ich) sofort auf die Tanzfläche stürmen wollen. Wird live im Stadium garantiert der Hammer. Für mich mit Abstand der beste Song auf dem Album. Er wurde übrigens von Stephanie Stumph geschrieben, bisher  besser bekannt als Schauspielerin und Tochter des Schauspielers Wolfgang Stumph (Stubbe).

Text: Zwei Liebende genießen das Leben in vollen Zügen und können gemeinsam alles erreichen (fröhlich). Klischee-Highlight: Der Titel „Herzbeben“ ist das Klischee. Song hat vermutlich 99% der Fans positiv überrascht, weil vorher vermutlich jeder ihn wie ich mit Andrea Bergs Albumtitel „Seelenbeben“ assoziiert hat.

10/5 Sterne

6. „Wir zwei“

Sound: moderner Schlager Pop, der mich vom Stil an „Flieger“ erinnert, aber für mich nicht ganz so stark ist.

Text: Zwei neu verliebte Liebende genießen das Leben in vollen Zügen und können gemeinsam alles erreichen (fröhlich). Klischee – Highlight: „Die Welt neu erfinden und aus den Angeln heben“

4/5 Sterne (eigentlich würd ich 3/5 Sterne vergeben, aber dann haut mich eine bestimmte Freundin)

7. „Schon lang nicht mehr getanzt“

Sound: Altmodische träge Schlager-Ballade anno 2001, die immer grad läuft wenn man ausversehen am MDR vorbeizappt.

Text: Sängerin würde gern mal wieder das Leben in vollen Zügen genießen und gemeinsam alles erreichen, der Deckel zum Topf ist grad aber blöderweise nicht da (melancholisch).

2/5 Sterne

8. „Viva La Vida“

Sound: Ricky Martin in Castrop-Rauxel. Mein absolutes Hass-Lied beim ersten Hören, man stellt sich vor wie so ein deutscher Songschreiber ohne jeglichen Migrationshintergrund vor seiner Gelsenkirchner Barock Schrankwand sitzt und denkt „so jetzt schreib ich mal nen Sommer-Hit mit heißen lateinamerikanischen Rhythmen für die Andrea Berg, der genauso klingt wie bei dieser Shakira immer“. Man gewöhnt sich aber dran. Bei den Latin-Rhythmen an sich kann man ja nicht viel falsch machen.

Text: Zwei Liebende genießen das Leben in vollen Zügen und können gemeinsam alles erreichen (fröhlich). Klischee-Highlight: „Alles dreht, alles brennt“

3/5 Sterne

9. „Mit dem Wind“

Sound: Leichter melodischer Pop-Song mit Country Anklängen.  Wurde von einem amerikanischen Songschreiber geschrieben, was man irgendwie hört. Auch eines meiner absoluten Favoriten auf dem Album. Man hat sofort Sommer-Feeling und stellt sich vor im offenen Cabrio mit wehenden Haaren über einen amerikanischen Highway zu fahren.

Text: Zwei Liebende genießen das Leben in vollen Zügen und können gemeinsam alles erreichen, egal wo auf der Welt (fröhlich). Klischee-Highlight: „Der Sand in unsren Schuhen trägt uns dahin, wo die großen Wellen sind“ (hihihihihi)

5/5 Sterne

10. „Wir brechen das Schweigen“

Sound: Leichte Uptempo Nummer, die eine wirklich süße und charmante Melodie hat, die richtig süchtig macht und bei der Helene schön rau und kratzig klingt (schön, dass sie anfängt mit ihrer Stimme mehr zu spielen).

Text: Zwei Liebende genießen das Leben in vollen Zügen und können gemeinsam alles erreichen (fröhlich). Das ist ein Song bei dem man vom Titel erwartet hätte, dass es in dem Text um irgendetwas gehen MUSS. Denkste! Es geht genau um das gleiche banale Nichts, wie in den 9 davor auch. Eine beeindruckende Leistung, wenn man darüber nachdenkt. Klischee-Highlight: „Wir zünden die Sonne an“ (kommt mir unnötig vor) und „Wir schalten den Himmel ein“

5/5 Sterne

11. „Gibt mir Deine Hand“

Sound: sehr ruhige und traurige sentimentale Pop-Ballade, die grade das richtige Maß an Kitsch-Faktor hat, um zu funktionieren

Text: Zwei Liebende, die das Leben in vollen Zügen genossen haben und gemeinsam alles erreicht haben, müssen sich verabschieden, weil einer glaub grad das Zeitliche segnet (traurig, aber mit viel Hoffnung und Dankbarkeit und Stärke, weil so ein Abschied die Sängerin natürlich nur mit mehr Kraft für die Zukunft erfüllt, ist schließlich Helene Fischer, die kann nichts erschüttern!). Schlager-Klischee: „Jeder Weg ist auch ein Abschied“

4/5 Sterne

12. „Du hast mich stark gemacht“

Sound: Gefühlsduselige Ballade eines Kindes an die Eltern, das Helene mit 100% iger Sicherheit beim Premienkonzert ihres Albums entweder ihrer Mama, ihrem Papa oder beiden widmen wird (letzteres wäre netter). So was ist mir immer zu Disney.

Text: „You are the wind beneath my wings“ für Eltern auf Deutsch. Schlager-Klischee: „Und war ich einmal schwach, hast Du meinen Flügeln Wind gegeben“

2/5 Sterne

To be continued…

Allgemein

Mein Soundtrack von 2016 – Teil 2

Bevor das Jahr zu Ende geht, möchte ich noch einige weitere musikalische Highlights vorstellen, die ich dieses Jahr kennengelernt habe und die mich das ganze Jahr (vor allem im Auto) begleitet haben.

Jennifer Rostock – „Genau in diesem Ton“

Jennifer Rostock sind schon seit einigen Jahren einer meiner Lieblingsbands (auch wenn ich für die zielgruppentechnisch eigentlich vermutlich zu alt bin 😀 ), bisher war mein absoluter Favorit unter den Alben das Vorgängeralbum „Schlaflos“, aber „Genau in diesem Ton“ knüpft für mich nahtlos an und ich könnte jetzt nicht sagen, welches der beiden Alben mir besser gefällt. Die Musik ist teilweise laut, aggressive, teilweise leise und berührend und dazwischen sind auch immer Songs, die leicht und fröhlich daher kommen. An Jennifer Weist finde ich toll, dass sie sowohl laut und aggressiv singen kann, aber auch tolle gefühlvolle Balladen und dass man Jennifer Rostock stilistisch schwer einordnen kann (Mainstream Punk/Rock/Pop/links/spassig/politisch?). Das Album ist kraftvoll und wütend und passt damit super zum Jahr 2016, man fragt sich manchmal wo die ganzen wütenden leidenschaftlichen Musiker eigentlich geblieben sind, ich finde 2016 hätte es ruhig ein paar mehr wütende Alben geben können 😛

 

Robbie Williams – „The Heavy Entertainment Show“

Ich bin zwar kein Riesenfan von Robbie Williams, besitze aber glaub ich trotzdem so ziemlich jedes Album (mein Lieblingsalbum ist denke ich sein erstes Swing Album „Swing when you’re winning“, da ich generell ein großer Fan von Swing bin und es da gerne altmodisch mag, außerdem fand ich die Duette auf dem Album toll). „The Heavy Entertainment Show“ ist aber definitiv für mich auch eins von Robbies besten Alben, wobei ich finde dass die erste Single von dem Album ( „Dance Like a Russian“) einer der schwächsten Songs auf dem Album ist (es scheint einen neuen Trend zu geben immer das schlechteste Lied eines Albums als Lead Single zu verwenden, das ist mir dieses Jahr schon mehrfach so gegangen, dass mir die erste Single-Auskoppelung so ziemlich am Wenigsten gefällt). Das  neue Album von Robbie ist insgesamt finde ich wohltuend „konventionell“,  einfach gute Popmusik, die mich teilweise ein bisschen an die 80er/90er Jahre erinnert haben und zum Teil auch ein bisschen an Künstler wie den leider gerade verstorbenen George Michael. Meine Lieblingssongs auf dem Album sind die eher schnelleren Songs wie zum Beispiel das sehr funkige „Sensitive“ oder „Mixed Signals“.

 

Lady Gaga – „Joanne“

Lady Gaga ist ja eine Künstlerin, die von vielen Leuten nur mit ihrem inzwischen etwas abgelegten schrillen und extravaganten Auftreten verbunden wird, tatsächlich ist Lady Gaga aber schon immer eine hervorragende Sängerin und Musikerin. Ich habe alle ihre bisherigen Alben gekauft, da war es aber eigentlich immer so, dass auf jedem Album 1-2 richtige Hits drauf waren und dann noch 2-3 Songs, die ich ganz gut fand, aber auch immer viele Songs mit denen ich nicht so viel anfangen konnte, da doch Vieles immer recht Dance lastig oder aus meiner Sicht „lärmig“ klang, was zwar vermutlich Trends entsprach, aber nicht unbedingt meinem Musikgeschmack.

Auf ihrem neuem Album ist aus meiner Sicht definitiv ein Stilwechsel zu erkennen, viele Songs auf dem Album sind ruhiger, viele gehen eher in Richtung „Country“ (das war bei früheren Alben nur bei „You and I“ deutlich der Fall und bei der „Country Roads“ Version von „Born this way“, beides absolute Lieblinge von mir). Deswegen trifft „Joanne“ als Album definitiv viel mehr meinen eigenen Musikgeschmack als Gagas ältere Alben und ist für mich schon allein deswegen mit Abstand das beste Album. Auch kommt ihre Stimme finde ich bei eher reduzierterer Musik und Konzentration aufs Wesentliche viel besser zur Geltung.

Leider wurde als erste Single von „Joanne“ ausgerechnet der Song „Perfect Illusion“ ausgewählt, den ich eher schwach und monoton finde, da finde ich so ziemlich alle anderen Songs auf dem Album deutlich besser. Meine Lieblingssongs aus dem Album sind von den Schnelleren definitiv „A-Yo“, sowie von den ruhigeren „Sinner’s Prayer“, „Angel Down“, „Joanne“ und nicht zu vergessen als besonderes Schmankerln gibt es noch ein Duett mit Florence Welch von Florence and the Machine.

 

Melissa Etheridge – „MEmphis Rock and Soul“

Melissa Etheridge ist schon seit Jahrzehnten eine meiner Lieblingssängerinnen, ich habe sie auch schon mal in Stuttgart live gesehen. Trotzdem war ich mir nicht 100% sicher ob ich mir ihr neues Album kaufen soll, da es ein reines Blues und Soul Album ist und obwohl ich diese Musikrichtung durchaus mal gerne höre ist, ist es ein Genre das ich eher in kleinen Dosen mag. Deswegen war ich mir nicht sicher, ob mir ein ganzes Album nicht zu viel sein würde, aber ich wurde absolut nicht enttäuscht, die Soul und Blues Klassiker passen hervorragend zu Melissas Stimme und sie singt mit so viel Power und Leidenschaft, das mir das Album keinen Moment langweilig wurde. Definitiv eine runde Sache.

 

Musik

Mein Soundtrack von 2016 – Teil 1

So langsam nähert sich die Zeit der Jahresrückblicke und wie letztes Jahr möchte ich auch dieses Jahr wieder einen kleinen Einblick in die musikalischen Veröffentlichungen geben, die mich dieses Jahr begleitet haben. Normalerweise kaufe ich eher selten tatsächliche Neuveröffentlichungen, auch weil mir die meiste aktuelle Chart-Musik, die im Pop- und Rockbereich so rauskommt nicht wirklich gefällt, aber dieses Jahr hab ich tatsächlich doch auch einige neue Alben gekauft, die mir super gefallen haben. Es waren aber auch einige ältere Alben dabei, mit denen ich erst mal anfange:

Cro – MTV Unplugged

MTV Unplugged ist eine meiner Lieblings-Musik-Formate, es handelt sich dabei um kleine intime Unplugged Konzert meist mit ein paar Gästen und Duetten. Das Unplugged Album von Cro hab ich mir relativ spontan mal gekaufen, ich bin kein Fan von Cro, aber er ist ein cooler Typ (soweit man sehen kann 😀 ) und hat Live definitiv richtig was drauf. Typischerweise finde ich sein bekanntestes Lied („Easy“) mit Abstand am Langweiligsten. Auf der CD gefallen mir vor allem die schnelleren und lustigeren Songs am Besten , das Konzert macht einfach gute Laune. Mein Lieblingssong ist aber trotzdem einer der ruhigen Duette, wobei der Song im Original gar nicht von Cro ist:

Die Ärzte – Rock’n’Roll Realschule

Und weil wir grad eh schon bei MTV Unplugged sind, auch mein zweites Album ist ein älteres MTV Unplugged Album und zwar von den Ärzten. Das besondere an „Rock’n’Roll Realschule“ ist, dass es tatsächlich in einer Realschule unter Mithilfe einer Schülerband aufgezeichnet wurde, mit teils ungewöhnlichen Instrumenten. Musikalisch bietet das Album eine gute Mischung zwischen sehr bekannten Songs wie „Westerland“ oder „Schrei nach Liebe“ und Songs, die der Mainstream Ärzte Hörer eher nicht (mehr) kennt. Natürlich ist auch das eine oder andere eher Provokante oder Versaute dabei 😉 Für mich ist dieses Konzert eine der Besten Live-CDs, die ich kenne. Als Hörprobe einer der spaßigsten Songs von dem Konzert

 

Weiter geht’s mit einigen tatsächlichen Neuerscheinungen, die ich mir in der ersten Jahreshälfte 2016 gegönnt habe…wenn ich genötigt werden würde zu sagen was meine Lieblings-Musik-Genres sind dann würde ich mich wohl für Country und Folk entscheiden, weswegen viele meiner Käufe 2016 auch aus diesem Bereich stammen:

Cyndi Lauper – Detour

„Detour“ von Cyndi Lauper ist eine reines Country Album, das auch eher traditionell daher kommt, sie singt darauf einige ältere Klassiker. Das Album ist also sicherlich nur etwas für wirkliche Country Fans, die auch altmodischere Country Songs wie z.B. von Dolly Parton mögen. Ich finde das Album sehr gut gelungen, es bietet eine gute Mischung aus Balladen und schnelleren Songs und Cyndis Stimme passt hervorragend zu Country. Ich finde ja sie hat sich musikalisch großartig entwickelt und ich finde es toll, dass sie die Gelegenheit später in ihrer Karriere nutzt, um sich musikalisch vielfältig auszuprobieren (sie hat auch schon ein reines Blues Album veröffentlicht). Mein absoluter Lieblingssong von dem Album ist übrigens ausgerechnet ein Weihnachts-Lied, „Hard Candy Christmas“, das auch schon von Dolly Parton gesungen wurde. Davon hab ich aber keine gute Youtube Aufnahme gefunden, deswegen einer der schnelleren Songs:

 

Cyndi Lauper – The Body Acoustic

Und weil wir grad schon bei Cyndi Lauper sind, ich habe mir dieses Jahr noch ein Album von Cyndi gekauft, das allerdings auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, nämlich ein Akustik-Album, auf dem einige ihrer alten Hits (darunter natürlich auch ihre großen Hits wie „Girls just wanna have fun“, „Time After Time“ und „True Colors“ ) in teilweise außergewöhnlichen Akustik-Versionen aufgenommen wurden, die meisten davon auch als Duett mit Sängerinnen und Sängern wie Sarah McLachlan, Ani DiFranco, Shaggy, Jeff Beck und anderen. Da Akustik eh genau mein Ding ist, kann man damit sowieso nicht viel falsch machen bei mir, aber ich finde das Album selbst dafür überdurchschnittlich. Am Besten gefallen mir auf dem Album die ruhigeren Nummern wie z.B. „I’ll be your river“ oder „Waters Edge“.

 

Lissie – My Wild West

Lissie ist eine US-Amerikanische Folk Sängerin, die oft stimmlich mit Stevie Nicks verglichen wird (sicherlich auch durchaus zu Recht). „My Wild West“ ist schon ihr drittes Studioalbum, auch die ersten beiden habe ich mir gekauft und finde sie total super. „My Wild West“ ist ihr erstes Album bei einem Alternativ-Label und es befasst sich inhaltlich mal nicht mit den üblichen Themen Liebe und Herzschmerz 😉 , sondern mit ihrem Umzug von Kalifornien zurück in ihre Heimat, den Mittleren Westen. Stilistisch kommt das Album ruhiger und weniger poppig daher, als die beiden ersten, mir gefällt es aber trotzdem oder gerade deswegen fast sogar noch etwas besser als die Vorgänger. Von den schnelleren und kraftvolleren Songs gefallen mir „Don’t you give up on me“ und „Daughters“ am Besten, aber für mich sind die allerbesten Songs auf dem Album die etwas melancholischen Balladen wie „Go For a Walk“ und „Ojai“ (übrigens eine Stadt in Kalifornien in der Lissie gelebt hat)

 

Allgemein, Musik

Helene Fischer Fantypen for Dummies

Seit ca. einem Jahr bin ich ja Helene Fischer Fan. Das ist einfach so passiert. Beziehungsweise dafür gibt es sogar einen Fachbegriff, der vermutlich knapp davor ist in den Duden aufgenommen zu werden, nämlich die sogenannte „Helenisierung“. Vor diesem Vorgang ist durchaus zu warnen, denn ist er erstmal losgelaufen ist er schnell voranschreitend, anscheinend umumkehrbar und führt gerne mal zu ernsthaften Löchern im Geldbeutel.

Nach einem Jahr im Helene Fischer Fan Universum hab ich festgestellt, dass das Unterhaltsamste an Helene Fischer gar nicht alleine sie selber oder ihr künstlerisches Schaffen ist, sondern dass es noch eine Metaebene der Unterhaltung gibt, die eigentlich genauso faszinierend ist, nämlich ihre Fans.

Diese möchte ich deswegen grob kategorisiert hier vorstellen, inkl. einer Bewertung der Marketingrelevanz (den das Marketing-Imperium ‚Helene Fischer‘ ist auch noch so ein Punkt der totaaaaaal faszinierend und unterhaltsam ist).

Wenn man entweder Helene Fischer oder sich selbst sehr ernst nimmt, dann empfiehlt es sich die Lektüre an dieser Stelle abzubrechen. Wer’s nicht tut, braucht dann hinterher auch nicht meckern 😉

Fantypus 1: der Anspruchsvolle

Der Anspruchsvolle „hört ja eigentlich gar keinen Schlager“ und ist deswegen latent davon angenervt, dass er das tun muss, weil Helene Fischer nichts anderes singt. (Gut, manchmal singt sie kitschige Disney Songs oder 80er/90er Jahre Klassiker, die beim Hörer zur Ausbildung eines wohlig warmen Nostalgiegefühls in der Magengrube führen (sollen)). Deswegen verbringt der Anspruchsvolle die meiste Zeit damit, zu betonen, dass Helene Fischer hoffentlich in Zukunft „andere“ Musik macht (die Vorstellungen wie, was und warum divergieren hier aber beträchtlich unter den Vetretern dieses Fan-Typus). Der Anspruchsvolle findet „Weihnachten“ das musikalisch Beste Album von Helene Fischer und findet das selber skurril.

Der Anspruchsvolle wird gerne mal dazu verführt sich Dinge im TV anzuschauen, die er eigentlich sonst nicht anschauen würde, weil Helene darin auftritt. So zum Beispiel Sendungen von Florian Silbereisen. Dabei  erleidet er einen Kulturschock, während dessen er sich verzweifelt fragt, wann denn endlich Oliver Kalkofe von links ins Bild hüpft. Da Oli Kalkofe ausbleibt, kompensiert er das durch das reflexartige Absondern eigener sarkastischen Äußerungen im Sekundentakt, was zu regelmäßigen Konflikten mit „Fantypus 2: der Alt-Fan“ führt.

Der Anspruchsvolle kann durchschnittlich 98% der Kritik, die  Kritiker an Helene äußern nachvollziehen, findet die restlichen 2% aber ausreichend, um sie trotzdem für eine – Quatsch DIE – Göttin zu halten.

Der Anspruchsvolle ist für die Marketing-Abteilung vermutlich anstrengend, da er auf den ersten Blick den Eindruck erweckt immer nur zu meckern, zu lästern und zu hinterfragen. Allerdings ist er aus Marketing Sicht trotzdem wichtig und vermutlich gar nicht mal so kompliziert, kauft er doch wie alle anderen Fantypen reflexartig alles wo Helene Fischer draufsteht, vor allem sämtliche Live-Alben und Live-DVDs und Dokumentationen. Er besitzt sogar einen Helene Fischer Parfum Flakon und das Studioalbum von „Farbenspiel“, das er aber noch nie komplett angehört hat.

Fantypus 2: der Alt-Fan

Der Alt-Fan war schon 2005 Helene Fischer Fan oder zumindest 2008. Der Alt-Fan fühlt sich im Schlager-Kosmus rundum wohl und mag an Helene Fischer außer Helene Fischer vor allem die Musik von Jean Frankfurter (die Vorstellung von Alben ohne Jean Frankfurter erfüllt ihn mit tiefer Skepsis). Er bezeichnet Helene gerne mit Beschreibungen wie „Unser Sonnenschein“ und mag an ihr am Meisten, dass sie so nett, süß, authentisch, warmherzig und bodenständig ist, sowie ihre von Herzen kommenden natürlich spontanen Zwischenmoderationen. Er hofft im tiefsten Inneren immer noch, dass Geschenkübergaben und Autogrammstunden auf Tourneen wieder eingeführt werden und ärgert sich, dass er Helene im Stadion mit 45000 anderen teilen muss, die sie gar nicht richtig zu würdigen wissen und auch noch Schuld daran sind, dass richtige „Fannähe“ nicht mehr wie früher möglich ist.

Der Alt-Fan neigt dazu Atemlos-Parodien von Carolin Kebekus kein bisschen lustig zu finden und diese Meinung ausgiebig und markig auf der Facebook-Seite von Frau Kebekus zu äußern, um sich dann darüber zu wundern, dass sie Helene Fischer Fans hinterher noch doofer findet als vorher.

Der Alt-Fan äußert gelegentlich Bedenken, dass der (31 jährigen) Helene Fischer ihre jugendliche Frische und der kindliche Charme verloren zu gehen scheint. Der Alt-Fan ist aus Marketing Sicht wichtig, denn ihm wird eine ausgeprägte Fan-Treue nachgesagt. Allerdings besteht immer die Gefahr, dass der Alt-Fan sich eine neue Schlagerprinzessin sucht wenn Helene Fischer mit 39,5 Jahren dann doch endgültig der kindliche Charme verloren gegangen ist.

Für die Marketing Abteilung ist der Alt-Fan keine besondere Herausforderung, denn man kann die Marketing Methoden einsetzen, mit denen man in der Schlagerbranche schon 50 Jahre Erfahrung hat.

Fantypus 3: der Hard-Core Fan

Der Hard-Core Fan ist vermutlich kein richtiger eigener Fan-Typ, sondern eine extreme und finanzstarke Einzelausgabe aus dem Pool der anderen Fantypen. Er ist daran zu erkennen, dass er deutschlandweit bei JEDEM Konzert und JEDER Fernsehshow in einer der ersten Reihen steht oder sitzt, so dass der zuhause gebliebene Fan vor dem Fernseher das Gefühl hat ihn schon öfter gesehen zu haben als Helene.

Der Hard-Core Fan gibt durchschnittlich 67 520 Euro im Jahr für Helene Fischer aus. Aus Marketing Sicht ist er somit immens wichtig, benötigt aber keine besondere Aufmerksamkeit mehr, da er sich zum Selbstläufer entwickelt hat.

Fantypus 4: der Gelegenheitsfan

Der Gelegenheitsfan ist das Gegenteil des Hard-Core-Fan. Er geht ins Stadion, weil er auf Mallorca so oft mit „Atemlos“ beschallt wurde oder weil die Helene ja schon geil aussieht oder so ne tolle Figur hat. Er zieht sich quer durch jede Gesellschaftsschicht und jedes Alter. Er tritt gern in männlichen oder weiblichen Kleingruppen auf. Männliche Vertreter nerven andere Besucher gerne damit, dass sie alle 10 Minuten ein neues Bier holen gehen oder sich atemlos durch langweilige Balladen gröhlen. Weibliche Gelegenheitsfangruppen sind gerne an stereotypischen Bemerkungen wie „was will die nur mit dem Silbereisen“ oder „die macht halt schon ne geile Show“ zu erkennen.

Der Gelegenheitsfan ist aus Marketing Sicht kompliziert. Er ist per Definition flüchtig, deswegen ist es wichtig das Marketing-Konzept so zu gestalten, dass kontinuierlich genug neue Gelegenheitsfans nachproduziert werden.

Fantypus 5: Fischis

Fischis nennen sich selber so. Fischis tragen Shirts mit der Aufschrift „Egal wie Fisch Du bist, Helene ist Fischer“ (ohne Witz). Fischis finden Helene ist einfach perfekt, die perfekte Mama (das mit den Silberfischen wird ja wohl irgendwann noch kommen), die perfekte Schwester, der perfekte Lieblingsmensch, das perfekte Paar (das nur in Kombination mit Florian), die Schönste, die Tollste, die Hübscheste, alles was sie tut ist prinzipiell sooooo süß, dass man sofort sterben gehen muss. Das alles äußern Fischis auf Instagram, in What’s App Gruppen und in sonstigen Social Media. Wären Fischis 20 Jahre früher geboren, wären sie Kelly Family Fans (hatten die eigentlich auch nen Namen?).

Fischis schreiben gerne Fan-Fiction, mehr möchte man darüber aber nicht wissen (es gibt auch „alternative Fischis“, die nicht auf Helene & Florian stehen, die schreiben dann einfach Fan-Fiction über Helene und jemand anderen).

Fischis sind die einzige Fangruppierung, die es heutzutage noch schafft regelmäßig Selfies mit Helene zu bekommen, da sie hartnäckig genug sind, um auch mal bis 5 Uhr morgens neben einem Hintereingang rumzustehen. Auf den geposteten Fotos lässt sich dann oft verwundert feststellen, dass Fischis gar nicht wie 12,13 oder 14 aussehen, sondern wie 25 (das liegt aber daran, dass den minderjährigen Fischis von Erziehungsberechtigten regelmäßig nicht erlaubt wird Helene nachzureisen, worüber sie dann auch ihren Unmut in sozialen Netzwerken äußern).

Fischis sind aus Marketing-Sicht wichtig, weil sie kostenloses Social Media Marketing betreiben, in dem sie alles begeistert weiter verteilen, was auf Instagram woher auch immer so auftaucht. Außerdem sind sie die Nr.1 Fangruppierung, die nur wegen Helene auch Sachen von Florian Silbereisen kauft, vor allem Tickets für seine Sendung. Die finanzielle Bedeutung hingegen ist schwankend und hängt vom Alter ab oder vom Geldbeutel der Eltern. Fischis sind aus Marketing Sicht nicht soo kompliziert, ein bis zwei Häppchen im Jahr (wie ein „Vom Winde verweht“ artiger Kuss bei Florian Silbereisen), durchschnittlich eins im Sommer, eins im Winter, plus zusätzlich wenn man grade was zu promoten hat reichen aus, um Fischis für Wochen in Ekstase zu versetzen.

 

 

 

Musik

„Eigentlich höre ich ja gar keinen Schlager“ – Konzertbericht Helene Fischer in Köln

Gestern war ich also bei Helene Fischer. Ich finde Helene ja schon ziemlich lange ziemlich gut (so ca. 2009 – lange vor Atemlos – hab ich sie glaub das erste Mal beim Echo gesehen und gedacht: „das kann man sich für Schlager ja echt gut anschauen/anhören“). Seitdem hab ich sie immer gerne angeschaut, wenn es sich so ergeben hat (die Helene-Fischer-Show ist so schön Retro an Weihnachten, wie so eine Sendung aus der Zeit als es nur 3 Programme gab und man mit der ganzen Familie angeguckt hat was halt grade kam), vor allem weil ich ihre Musical-Stimme sehr schön finde, warm und klar, ähnlich wie Barbra Streisand, die ich auch sehr gerne mag.

Ich finde sie auch nicht „zu perfekt“ oder habe ein Problem mit unglaubwürdiger Kräuterbutter Werbung (oder was man sonst so heutzutage gemeinhin an ihr nicht mag)…übrigens glaub ich auch nicht, dass George Clooney ne Nespresso daheim hat oder Thomas Gottschalk dauernd Gummibärchen isst.

Allerdings wäre ich trotzdem eher nicht auf die Idee gekommen zu einem Schlagerkonzert zu gehen, bis meine Mutter sich das gewünscht hat. Daraufhin hab ich mit etwas Mühe Tickets in einer halbwegs südlichen Stadt ergattert (war ja eigentlich alles schon ausverkauft, außer irgendwelcher Zusatzkonzerte im Osten), deshalb auch Köln und nicht Stuttgart.
Zur Einstimmung hab ich ein paar ältere Konzerte von Helene recherchiert und festgestellt, dass Helene’s Live Shows viel geiler sind als erwartet, ein bisschen wie Madonna, bloß jugendfrei und mit Stimme (bei Madonna ist ja alles entweder Playback oder eher ausbaufähig live gesungen). Im Fernsehen kommt sie ja immer etwas übertrieben seriös und gestelzt rüber (vor allem für eine 30-jährige), aber das ist bei den Live-Konzerten gar nicht so. Seitdem hab ich mich echt auf das Konzert gefreut. Man sollte bei Youtube allerdings nicht weiter zurücksuchen als ca. 2009, außer zwecks Skurrilität (nachdem ich ein paar Videos von den Anfängen von Helene’s Karriere gesehen habe, also aus der Zeit als Florian Silbereisen noch ausgesehen hat wie seine eigene Switch-Parodie, gönne ich ihr übrigens jede verdiente Million schon als Entschädigung für Auftritte aus dieser Zeit 😉 Ein Highlight (ich übernehme keine Verantwortung für abgestorbene Gehirnzellen): https://www.youtube.com/watch?v=3u3V6bGSLqE#t=2m40s )

Die Anfahrt nach Köln mit der Bahn hatte ich aufgrund langjähriger Anreiseerfahrungen zu Urlauben und Events (mit Highlights wie: hinter Oldtimertraktorkette feststecken, liegengebliebener Zug, verdächtiges Gepäckstück im Zug, gestrichener Flug mit Info-Email im Spam Ordner, Notarzteinsatz im Flugzeug, …) sehr großzügig geplant.
Prompt blieben wir nach dem in die S-Bahn einsteigen an der 2. Haltestelle wegen eines „Notarzteinsatz im Zug“ auf „unbestimmte Zeit“ (eine meiner Lieblingsbahnformulierungen) stehen. Nach nur 15 Minuten mussten/durften wir aber die S-Bahn wechseln und haben unsren Zug zum Glück noch gekriegt (bei Zugbindung muss man als Bahn-Kunde ja die Verspätung der Bahnen hinterher vermutlich aufwändig beweisen, deswegen war mir das sehr recht).

Am Stuttgarter Hbf hab ich mich dank Stuttgart 21 Umbauten übrigens auch nicht mehr ausgekannt, obwohl ich da seit 15 Jahren regelmäßig unterwegs bin und von der S-Bahn zu den Fernzügen und umgekehrt muss man jetzt echt wandern…dann doch lieber mit dem Auto auf der A8 im Berufsverkehr.

Im Zug hab ich dann festgestellt, dass ich alles Wichtige eingepackt habe außer Unterhaltungsmedien (Buch, Kindle, Tablet) und mit dem Smartphone rumspielen ging auch nicht, weil ich das Ladegerät vergessen habe und mit Netzverbindung geht der Akku zu schnell leer. Außerdem hat man in der Bahn eh nie Datenempfang.
Also musste ich 3 Stunden Bahn fahren ohne Ablenkung und mit schlafendem Mitreisenden. Da ich mich extrem schnell langweile eine echte Herausforderung. Das „DB Mobil“ Magazin bot wie immer auch nur Unterhaltung für ca. 5 Minuten inkl.eines Interviews mit Jan Böhmermann wo er mal wieder Helene Fischer disst. Wobei er ihre Musik ja gerne scheisse finden darf, aber seine abwertend gemeinte Aussage, dass „Helene irgendwann keine Stadion mehr füllen wird“ vor einiger Zeit finde ich wirklich saudumm, weil es a) extrem wenige internationale und nationale Künstler gibt, die über Jahre und Jahrzehnte Stadien füllen, außer so Leuten wie AC/DC oder Grönemeyer und b) 99,9% der Musiker niemals auch nur in die Nähe von einmaligen Stadionkonzerten kommen und deutsche weibliche Künstler schon erst recht nicht (mir fällt da höchstens Nena in den 80ern ein, die mag ich übrigens auch sehr gerne, obwohl fast alle anderen die furchtbar finden 😉 ), so dass es selbst wenn das Helene’s allereinzigste Stadiontour bleiben sollte meiner Meinung nach eine unheimlich tolle Leistung ist, das überhaupt mal geschafft zu haben. Und ich finde sowas sollte man immer respektieren (ich finde die Scorpions z.B. musikalisch auch furchtbar, aber ihr Erfolg ist/war trotzdem was Besonderes).
Jetzt kling ich vermutlich schon wie so ein Helene Fischer Ultra, aber das musste jetzt mal gesagt werden 😉

Unser Hotel war super von mir ausgewählt, ca. 5 Minuten Fußweg vom Stadion weg und echt empfehlenswert (DHSH Gästehaus Köln, ein 2 Sterne Gästehaus der Deutschen Sporthochschule – eigentlich für Sportler, kann man aber auch so buchen – das aber durchaus mit so manchen 3 Sterne Hotels mithalten kann. Sauber, großzügige helle Zimmer, gutes Bad/Dusche und Frühstück auch völlig in Ordnung). Für ein Event im Rhein-Energie-Stadion echt unschlagbar. Wir waren also gechillt so um 17 Uhr rum im Hotel und sind dann so um 18:00 zum Stadion gelaufen.
Ich hab mich da schon gewundert, dass es an dem ersten Eingang den wir fanden (Südseite des Stadions) keine Schlange gab und wir innerhalb von 5 Minuten drin waren, bei einer Zuschaueranzahl von knapp 40 000 irgendwie verwunderlich (bei Madonna in der Halle und ca. 10 000 Zuschauern war immer eine Riesenschlange). Außerdem hat auch keiner unsre Taschen kontrolliert (da hätt ich auch meine Spiegelreflexkamera mitnehmen können). Heut hab ich aber auf Fotos Bilder vom Haupteingang im Norden gesehen, da war sehr wohl eine Riesenschlange. Glück gehabt offenbar, dass wir von hinten kamen.

Hinter dem Eingang mussten wir dann einige aufdringliche Douglas Mitarbeiter abwehren (das Parfum haben wir trotz Proben-Abwehr mehr als genug wahr genommen, war genauso wie wenn man in eine Douglas Filiale reinläuft 😛 ), aber sonst hielt sich das mit dem Merchandising echt in Grenzen und Kräuterbutter gabs auch keine (ich finde ja Til Schweiger hätte ruhig vorbei kommen können und Werbung für den gemeinsamen Tatort machen 😀 ).

Die Preise für Essen und Getränke fand ich dann gar nicht so überteuert wie erwartet, war ok, wir haben uns mit 2x Erdbeerbowle (lecker, aber gefährlich), Wurst und selbstgemachten Kartoffelchips (extrem unpraktisch im Handling) versorgt.

Erdbeerbowle Grundprodukt
Erdbeerbowle Grundprodukt
Warten auf Konzertbeginn…

Unsre Plätze fand ich echt in Ordnung, das waren auf der Tribüne so Business Seats (voll die VIP-weichen Sitze, nicht so Plastikschalen wie im Rest vom Stadion) und mein Platz gehört im Normalbetrieb wohl eigentlich:

Mein Platz
Mein Platz

(nebendran war „Begleitung von Toni Schmumacher“ und „Dopingarzt“ 😀 ).
Der junge Mann neben mir hat dann übrigens das Toni Schumacher Schild hinter meinem Rücken weggeklaut und mitgenommen (falls das hier jemand vom Rhein-Energie-Stadion liesst: ich saß da nur, ich hab das Schild nicht geklaut! ).

Die Zeit bis zur Vorgruppe ging dann echt im Flug rum, aber die Stimmung im Stadion und Drumherum war auch echt toll, wie auf einem XXL-Volksfest, aber ohne die negativen Ausschweifungen (nicht, dass die Leute da nicht saufen, aber es liegen halt keine Schnapsleichen mitten auf der Hauptstraße wie beim Oktoberfest und es kotzt nicht ständig jemand :-P). Sozusagen ein Volksfest mit Niveau 😀 Und alle waren so offen und fröhlich und gut gelaunt. Nicht, dass ich behaupten will, dass bei anderen Konzerten lauter schlecht gelaunte Leute rumliefen, aber es ist mir halt trotzdem irgendwie besonders aufgefallen, die sehr positive angenehme Grundstimmung. Und das Publikum ist wirklich so heterogen wie die Zeitungen immer schreiben, von 8 – 88, wie auf Ravensburger Brettspielen 😉

@Steffi: den Kommentar, dass unsrer Norwegen Busreise letztes Jahr ein paar Helene-Fans gut getan hätten, kann ich absolut unterschreiben.Ich würd definitiv lieber auf der Busfahrt ständig Atemlos singen anstatt zwischen lauter miesepetrigen Nörgeltouristen zu hocken 😉

Die Vorband „Glasperlenspiel“ fand ich dann tatsächlich ganz gut. Die machen so „Gute-Laune-Elektro-Pop“. Zwei Songs kannte ich auch schon, „Echt“ und „Nie vergessen“, aber mehr auf so eine „hat man schonmal gehört“ Art. Die Sängerin hat gut gesungen und die Musik war echt ok, bloß sind die Lieder alle etwas gleichartig und die Versuche der Sängerin die Leute zum Mitsingen zu bewegen warennicht grad von Erfolg gekrönt, aber das geht auch echt nicht, wenn man die Songs kaum kennt. Vorband ist natürlich auch immer eine schwere Aufgabe, weil alle grade erst ankommen oder Essen/Trinken (ich hab auch gegessen und getrunken). Dafür haben die das aber gut gemacht und es war definitiv eine Vorband, die man sich gut anhören konnte. Und ich finds auch gut, dass es kein Schlager-Act war (Helene hat ja sehr viele „eigentlich höre ich sonst gar keinen Schlager“-Fans, dazu gehöre ich auch :D, wobei ich diese Uralt-Dorffest-Schlager alle sehr gerne mag, aber sonst halt keine aktuellen Schlagersänger).

Glasperlenspiel
Glasperlenspiel

Das tatsächliche Konzert fand ich dann echt großartig, ganz anders als alle Konzerte wo ich bisher war (als Jugendliche war ich bei Guns N’Roses im Stadion, plus 2x bei Pur und den Prinzen – ich hatte schon immer einen flexiblen Musikgeschmack :D, als Erwachsene bei Melissa Etheridge, Nena, 2x bei Madonna und Rosenstolz), die Stimmung war so toll, sogar auf der Tribüne wo wir waren. Ich war bei Madonna einmal im Innenraum und bei G’N’R im Stadion auf den Tribünen und beim 2. Mal Madonna und Rosenstolz auch auf der Tribüne. Und bei allen Konzerten sind die Leute auf der Tribüne eigentlich immer gesessen, bei G’N’R hatte ich damals auch das Gefühl schon etwas von der Stimmung abgeschnitten zu sein (meine Eltern hatten mir mit 14 Innenraum nicht erlaubt). Das war gestern gar nicht so, weil fast alle auf den Tribünen auch von Anfang an fast die ganze Zeit gestanden sind und mitgesungen haben.

Überrascht war ich erstmal von der Lautstärke. Ich hatte gelesen, dass der Sound bei Helene in der Vergangenheit oft relativ leise war/ist, was mich etwas mit Besorgnis erfüllt hat, weil ich es hasse Musik zu leise zu hören und alle anderen Leute immer finden, dass ich abartig laut Musik höre. deswegen war ich erstmal kurzzeitig geschockt als Glasperlenspiel los spielten, weil ich spontan im ersten Moment dachte mir haut es das rechte Trommelfell weg, in Kombination mit Bass durch den ganzen Körper. So die erste Hälfte von Helene fand ich dann auch wirklich sehr laut und mein rechtes Ohr hat sogar leicht weh getan, aber egal. besser als zu leise. Vielleicht werde ich auch alt 😀 , wobei beim Rausgehen die Leute hinter mir sich drüber lustig gemacht haben, dass die Tochter in ein paar Tagen auch noch zu AC/DC geht wenn sie bei Helene schon Ohrstöpsel wollte, also fanden andere es wohl auch sehr laut (und es gibt offenbar noch mehr Leute mit einem flexiblen Musikgeschmack 😉 ).  In der 2. Konzerthälfte war es aber nicht mehr so extrem, keine Ahnung ob das daran lag, dass es keine so basslastigen Songs mehr waren oder ob die noch was nachjustiert haben, da fand ich den Sound dann jedenfalls genau richtig.

Helene fand ich toll, sie ist allerdings wirklich unglaublich winzig (jaja, genauso groß wie ich halt 😛 ) und die Bühne unglaublich riesig. Vielleicht wurde das signalgelbe Einstiegs-Outfit deswegen zum „Künstlerin erstmal finden“ ausgewählt 😉 Rein körperlich sah die Glasperlenspiel Sängerin echt ungefähr doppelt so groß aus 😀

Wahre Größe kommt von innen
Wahre Größe kommt von innen

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Die Show war auch klasse, die ersten paar Songs hatte ich etwas optische und akustische Reizüberflutung, das war so dynamisch und schnell/schnell, ich war richtig erleichtert als die erste Ballade kam (ich werde vermutlich tatsächlich alt ). So richtig megamäßig gepackt hats mich dann ab dem „Party Rock Medley“, einer theoretisch gewagten aber praktisch total geilen Komposition bestehend aus „Seven Nation Army“, „Sexy“ von Marius Müller Westernhagen, „Männer“ von Grönemeyer, „Sex on Fire“ von Kings of Leon und „The Best“ von Tina Turner. Aus irgendeinem Grund finde ich passt vor allem „Sexy“ total zu Helene’s Stimme, hätte ich nicht gedacht.
Danach fand ich auch die Gesamtstimmung nochmal so richtig am Kochen, obwohl die schon von Anfang an richtig gut war. Ab da wars bis zum Ende ein richtiger Flow. Wobei ich überrascht war, dass mir ganz andere Sachen am Besten gefallen haben, als ursprünglich erwartet. Bei Madonna fand ich immer dieses Gesamtding aus Show/Musik/Tänzern/Bühnenbild am Besten und weil Helene das ja auch so ähnlich macht, dachte ich, dass mir das hier auch am Besten gefallen wird, aber es hat sich rausgestellt, dass mir bei Helene eigentlich immer die Nummern am Allerbesten gefallen haben, wo sie einfach nur gesungen hat und gar nicht so viel Drumrum war (gut die Diskrepanz in dieser Hinsicht zwischen Madonna und Helene könnten an Madonna’s sehr begrenzten Live-Gesangfähigkeiten liegen 😉  ). Die amerikanischen Tänzer bei Helene sind zwar z.B. auch wirklich super, aber ich hab festgestellt,ich hätte die da gar nicht unbedingt gebraucht.

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In der kitschigen Blume hat Helene sehr schön gesungen
In der kitschigen Blume hat Helene sehr schön gesungen
Die Bilder find ich für ne Kompaktkamera im Automatikmodus echt nicht übel
Die Bilder find ich für ne Kompaktkamera im Automatikmodus echt nicht übel

Musikalisch fand ich dann wie gesagt das Party Rock Medley wirklich Hammer, dann „Ich wollt nie erwachsen sein“ (von Peter Maffay aus Tabaluga & Lily) und dann fand ich ausgerechnet „Everything I do“ von Bryan Adams absolut hammermäßig gut, obwohl ich den Song eigentlich absolut nicht ausstehen kann. Das hat Helene aber soooo toll gesungen. Von Helene’s eigenen Songs fand ich die Songs super, die Peter Plate von Rosenstolz für sie geschrieben hat (nicht sehr verwunderlich, Rosenstolz war ja auch meine Lieblingsband) und „Ein kleines Glück“, was der Graf von Unheilig für sie geschrieben hat (schon verwunderlicher, weil ich Unheilig musikalisch wirklich furchtbar finde) und natürlich „The Rose“ von Bette Midler,was einer meiner absoluten Lieblingssongs von einer meiner Lieblingssängerinnen ist. Ich liebe ja Barbra Streisand und Bette Midler und Helene ist die Einzige, die das singen kann und es gefällt mir dann genauso gut wie das Original. Und die Flugshow war geil (ich weiß das Pink das auch schon gemacht hat, aber da war ich ja nicht), siehe:

Wir waren uns einig, dass wir das auch mal gerne machen würden (aber vermutlich benötigt man dazu einen absolut nicht unerhebliches Ausmass an Körperspannung um nicht dazuhängen wie ein Mehlsack 😛 ).

Ansonsten muss ich sagen, live fand ich auch, dass Helene mit ihren „Uptempo-Schlagern“ stimmlich doch recht unterfordert ist, die Diskrepanz zu den Balladen und den Cover Songs fand ich da ziemlich krass, da bin ich echt mal gespannt was sie in Zukunft macht. Die Show hat sich vom Schlager ja eh schon sehr weit entfernt, bloß die deutschen Uptempo-Schlager sind da quasi noch übrig (wozu ich Atemlos nicht zählen würde, das ist ein reiner Party-Song). Die Schlager Songs sind halt zum Mitsingen fürs Publikum am Besten, aber Helene kann da stimmlich echt nicht viel zeigen. Ich finde ihre Stimme kommt bei ihren deutschen Balladen und bei englischen Musical- und Pop-Songs am besten zur Geltung (Rock klingt auch nicht schlecht, aber immer sehr retro nach einer Mischung aus Bonnie Tyler und Doro Pesch). Von dem her würde ich mir fürs nächste Album etwas Risikobereitschaft wünschen (den kommerziellen Erfolg von Atemlos und Farbenspiel zu toppen ist ja eh kaum vorstellbar), den eine Sängerin sollte von ihren eigenen Songs stimmlich halt eher nicht unterfordert werden…und ich hatte vom Mitsingen abgesehen echt nicht den Eindruck, dass die Schlagersongs besser angekommen sind als der Rest (der Anteil der tatsächlichen Schlagerfans bei einem Helene Konzert heutzutage würde mich eh mal interessieren, ich kenne eigentlich auch immer nur so „eigentlich hör ich das ja gar nicht“ Fans).

Noch ein paar Bühnenbild-Impressionen
Noch ein paar Bühnenbild-Impressionen
Hauptsache bunt
Hauptsache bunt

Bei Atemlos braucht Helene übrigens eigentlich nichts mehr zu machen, da könnte sie vermutlich auch auf der Bühne rumstehen und das Publikum würde das trotzdem alleine singen 😀
Es gab auch noch ein paar „Social Media“ Dinge, die ich schon aus beruflichen Gründen interessant fand. Helene hat mit der Person, die auf dem am Weitesten entfernten Platz sitzt (sowas um 150 Meter von der Bühne weg) ein Selfie gemacht, also die Person wurde auf der Leinwand eingeblendet und Helene hat mit einem iPad (Schleichwerbung) ein Selfie von sich mit der Person auf dem Leinwand gemacht (klingt jetzt komplizierter als es ist). das ist echt ne witzige Idee, wobei es mir peinlich wäre mit vollem Namen auf einer Leinwand vor 38 000 Menschen eingeblendet und angesprochen zu werden, aber ich würd mir auch nie so schlechte Plätze kaufen, da kann mir das ja nicht passieren (ich setz mich bei Veranstaltungen auch nie ganz nach vorne, damit ich nicht Gefahr laufe irgendwie einbezogen zu werden, sowas ist vermutlich nur was für extrovertierte Menschen 😛 ).

Und es gab eine Lightshow im Handy die man aktivieren konnte, so dass dann alle Handy zur Musik hübsch leuchten (hat bei mir nicht funktionieren, wegen zu alter Android Version), das fand ich auch nett. Alternativ natürlich das Einschalten der Taschenlampen-App im Handy zur Erzeugung von romantischer Stimmung. Übrigens haben bei meinem letzten Konzert die Leute tatsächlich noch mit Feuerzeugen romantische Stimmung erzeugt (ja, ich werde ja alt), allerdings muss ich sagen, das ist kein Beispiel für „früher war alles besser“, weil die leuchtenden Handys wirklich viel schöner aussehen. Außerdem raucht ja heutzutage keiner mehr und die Feuerzeug-Sache geht deswegen heute vermutlich gar nicht mehr 😀

Romantisch atmosphärisches Handy Bling Bling
Romantisch atmosphärisches Handy Bling Bling

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Insgesamt fand ich das Konzert jedenfalls echt ein einmaliges Erlebnis und mit Abstand das unterhaltsamste Konzert wo ich je war. Als Madonna Fan von mehreren Jahrzehnten schmerzt es auch etwas zu sagen, dass mir rein gar nichts einfällt was mir bei Madonna besser gefällt als bei Helene (außer dem etwas höheren Coolness-Faktor von Madonna’s Musik).

Ich werde auf jeden Fall wieder hingehen wenn Helene auf Tour geht.

Das Schlusswort überlass ich dem gestrigen Abend (ok, das ist jetzt zugegebenermaßen gesanglich auch nicht besser als Madonna 😀 ):